Mann in Russland wegen illegaler Störfischerei und Drogenbesitz festgenommen
Clara FrankeMann in Russland wegen illegaler Störfischerei und Drogenbesitz festgenommen
In der Region Nikolajewski im russischen Föderationskreis Ferner Osten ist ein 33-jähriger Mann unter dem Verdacht auf illegale Fischerei und Drogenbesitz festgenommen worden. Bei einer Durchsuchung seiner Datscha entdeckten die Behörden Teile eines seltenen Kaluga-Störs im Wert von 3,8 Millionen Rubel (rund 40.000 Euro) sowie eine größere Menge Marihuana.
Der Verdächtige wurde Anfang Dezember in Gewahrsam genommen, nachdem Beamte sein Anwesen durchsucht hatten. Dabei fanden sie 55 Stücke des Kaluga-Störs, die in Tüten, Metallbehältern und Plastikboxen gelagert waren. Der Datscha-Besitzer hatte zuvor behauptet, zehn Stör-Exemplare im Amur-Fluss gefangen zu haben.
Während der Durchsuchung beschlagnahmten die Ermittler zudem über 171 Gramm Marihuana. Zu den sichergestellten Beweismitteln zählen sowohl die biologischen Materialien als auch Jagdausrüstung, die mit den mutmaßlichen Straftaten in Verbindung stehen.
Mittlerweile wurden zwei Strafverfahren eingeleitet: eines wegen illegaler Entnahme und Handels mit besonders wertvollen Wasserlebewesen, ein weiteres wegen Drogenhandels. Die Anklagepunkte stützen sich auf Artikel 258.1, Absatz 1, sowie Artikel 228, Absatz 2, des russischen Strafgesetzbuchs.
Der Beschuldigte bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft. Die beschlagnahmten Störteile und das Marihuana dienen als Beweismittel. Bei einer Verurteilung drohen ihm nach russischem Recht erhebliche Strafen.






