13 February 2026, 16:51

"Mainz bleibt Mainz" feiert Premiere mit scharfer Satire und historischen Momenten

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto eines Umzugs in Berlin, Deutschland, mit Menschen auf dem Boden und auf Pferden, einer Statue, Straßenlaternen, Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel, mit Text am unteren Rand.

"Mainz bleibt Mainz" feiert Premiere mit scharfer Satire und historischen Momenten

"Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" – Deutschlands berühmteste Karnevalssendung live am Freitag um 20:15 Uhr im ZDF

Die Generalprobe fand am Mittwochabend statt und gab einen ersten Eindruck von der scharfen Satire und den mitreißenden Auftritten, die das Publikum erwarten. In diesem Jahr verspricht die Show eine Mischung aus Tradition und frischen Stimmen – von etablierten Stars bis hin zu aufstrebenden Newcomern.

Der Abend beginnt mit einem historischen Moment: Christina Grom übernimmt als erste Frau in 200 Jahren die Rolle der Protokollantin und präsentiert das traditionelle Protokoll, eine satirische Jahresrückschau. Damit setzt sie einen Meilenstein in der Geschichte der Veranstaltung.

Florian Sitte betritt als Till Eulenspiegel die Bühne und nimmt mit seinem typisch scharfzüngigen Witz politische Extreme und den wachsenden Antisemitismus aufs Korn. Andreas Schmitt kehrt als Obermessdiener (Oberministrant) zurück und hält eine beißende Rede, in der er seine eigene Partei und die Kirche kritisiert. Anders als in den Vorjahren wurden in seiner Ansprache keine konkreten Politiker oder Institutionen als "Kardinalfehler" benannt – und bisher gab es auch keine offizielle Reaktion des Bistums Mainz.

Für heitere Momente sorgt Jürgen Wiesmann, der als sein Alter Ego Ernst Lustig klassischen Karnevals-Kokolores – verspielt-nonsensigen Humor – auf die Bühne bringt. Ein großer Aufmarsch der Garden, angeführt von Kinderprinzessin Luise I., rundet das Spektakel ab.

Einer der meist erwarteten Auftritte ist ein Sketch über eine Influencerin im Museum, dargestellt von vier Künstlerinnen. Ihr Auftritt bricht mit der sonst männlich dominierten Besetzung und bringt frischen Wind in das Programm. Johannes Bersch, bekannt als Moguntia, kehrt mit seinem schonungslosen Humor zurück und nimmt politische Persönlichkeiten und moderne Trends auf die Schippe.

Der Abend hat auch einen emotionalen Höhepunkt: Hans-Joachim Greb, besser bekannt als Hobbes, steht nach 45 Jahren zum letzten Mal auf der Bühne. Seine Darstellung erntete stehende Ovationen und krönt eine legendäre Karriere in der Karnevalssatire.

Das diesjährige "Mainz bleibt Mainz" verbindet bewährte Traditionen mit mutigen Neuerungen – von der ersten Protokollantin bis hin zu einem Sketch, der geschlechtsspezifische Rollenbilder herausfordert. Die Live-Übertragung im ZDF am Freitagabend wird Satire, Spektakel und einen Abschied von einem der beliebtesten Karnevalskünstler zeigen. Die Zuschauer dürfen sich auf einen Abend mit scharfer Gesellschaftskritik, verspieltem Unsinn und historischen Premieren freuen.