Lithium-Batterien: Warum sie Containerschiffe in Brandgefahr bringen
Clara FrankeVersicherer fordern strenge Richtlinien für den Transport von Batterien und Elektrofahrzeugen - Lithium-Batterien: Warum sie Containerschiffe in Brandgefahr bringen
Lithium-Batterien stellen mittlerweile das größte Brandrisiko auf Containerschiffen weltweit dar. In den vergangenen Jahren haben solche Vorfälle stark zugenommen und sorgen in der Frachtbranche für wachsende Besorgnis. Deutsche Versicherer fordern nun dringend strengere Sicherheitsvorschriften.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) warnt, dass ein thermisches Durchgehen von Lithium-Batterien explosive Brände auslösen kann. Solche Feuer brechen oft Tage nach scheinbarer Löschung erneut aus – und sind damit besonders gefährlich. Die Branche drängt auf schärfere Regelungen, darunter eine eigene Einstufung der Batterien als gefährliche Güter.
Behörden wie die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) haben seit 2023 Hunderte batteriebedingte Brände in der Schifffahrt und im Landtransport dokumentiert. Doch eine globale Datenbank, die diese Vorfälle umfassend erfasst, gibt es nicht. Um die Risiken zu verringern, empfiehlt der GDV, Container mit Lithium-Batterien oder Elektrofahrzeugen während des Seetransports räumlich zu trennen.
Zudem rät der Verband Logistikdrehscheiben dazu, klar gekennzeichnete Lagerzonen für große Batteriemengen einzurichten. In Hitzegebieten sollte die Fracht aktiv überwacht und bei Bedarf gekühlt werden, um Überhitzung und mögliche Brände von vornherein zu verhindern.
Der GDV betont, dass hohe Sicherheitsstandards entscheidend für die Zukunft der Elektromobilität sind. Ohne strengere Vorschriften und bessere Handhabungspraktiken könnte die steigende Zahl batteriebedingter Brände das öffentliche Vertrauen untergraben. Versicherer und Verkehrsbehörden setzen sich weiterhin für eine globale Abstimmung dieser Maßnahmen ein.






