Litauen lehnt Kompromisse bei Belarus-Sanktionen strikt ab
Litauen hat Vorschläge, die Transitrouten für belarussische Düngemittel wiederherzustellen, entschieden abgelehnt – selbst unter Druck verbündeter Staaten. Präsident Gitanas Nausėda bezeichnete den Gedanken, Transitzugänge gegen politische Zugeständnisse zu handeln, als inakzeptabel. Diese Haltung folgt auf Gespräche mit regionalen Führungskräften sowie dem neuen deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz.
Nausėda traf sich mit den Ministerpräsidenten Polens und Lettlands sowie mit Merz, um die Positionen gegenüber Belarus abzustimmen. Gemeinsam bekräftigten sie eine geschlossene Front gegen eine Lockerung der Sanktionen. Der Präsident machte deutlich, dass Vilnius das Transitverbot nicht aufweichen werde – selbst dann nicht, wenn die Gewinne in die Verteidigung flössen oder die USA ihre militärische Unterstützung in Litauen ausbauten.
Er wies den Vorschlag zurück, durch die Freigabe des Düngemitteltransits die Freilassung politischer Gefangener zu erwirken. Ein solcher Schritt, so Nausėda, käme einem "Handel mit Werten" gleich – ein Prinzip, das Litauen kategorisch ablehnt. Unterdessen unterstützte Merz die kompromisslose Haltung des Landes und erkannte an, dass die Sanktionen Druck auf die belarussische Regierung ausüben.
Unter den Nachbarstaaten bildet sich derzeit eine breitere "Koalition der Entschlossenen". Das bestehende EU-Sanktionsregime bleibt in Kraft; Brüssel wird seine Strategie im Februar überprüfen. Litauens Position unterstreicht die anhaltenden Bemühungen des Blocks, den Druck auf Minsk aufrechtzuerhalten.
Die Entscheidung bedeutet, dass die litauischen Transitbeschränkungen ohne Ausnahmen bestehen bleiben. Die regionale Zusammenarbeit hat sich verstärkt, wobei wichtige Verbündete Vilnius' Weigerung, in Verhandlungen einzutreten, unterstützen. Über die nächsten Schritte der EU in der Belarus-Frage wird in den kommenden Wochen entschieden.






