02 April 2026, 12:17

Leerstehende Büros werden zu 11.000 neuen Wohnungen in Großstädten

Schwarz-weiß-Fotografie eines Gebäudes mit Fenstern, Türen, Säulen, Treppen, Geländern, Pflanzen und Bäumen sowie einem Himmel im Hintergrund und dem Text 'Präfektur-Municipal Office, San Francisco, California' unten.

Leerstehende Büros werden zu 11.000 neuen Wohnungen in Großstädten

Deutschlands sieben größte Städte könnten durch die Umwandlung leerstehender Büroräume rund 11.000 neue Wohnungen gewinnen. Ein neues Förderprogramm bietet nun finanzielle Unterstützung für Investoren, die solche Projekte angehen. Die Initiative zielt zudem darauf ab, Leerstandsquoten zu senken und ökologische Sanierungen zu fördern.

Das staatliche Programm sieht Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit für die Umnutzung von Nichtwohngebäuden vor. Jedes Unternehmen kann maximal 300.000 Euro erhalten – ohne Rückzahlungspflicht. Gefördert werden Immobilien, die bereits über Heizsysteme verfügen und strenge Energieeffizienzstandards erfüllen, insbesondere den Referenzwert "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien".

Nicht alle Büro-zu-Wohnraum-Umwandlungen werden jedoch einfach sein. Viele Gewerbeimmobilien verfügen weder über die nötige Raumaufteilung noch über die Infrastruktur für Wohnzwecke, was hohe Anpassungskosten verursacht. Hinzu kommen die in den letzten Jahren stark gestiegenen Baukosten, die für Entwickler eine zusätzliche Hürde darstellen.

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Bei voller Ausschöpfung des Programms könnten in den großen Ballungsräumen bis zu 60.000 Wohnungen entstehen. Die genaue Zahl möglicher Umwandlungen bleibt jedoch unklar, da es keine zentralisierte Datenerfassung für alle 16 Bundesländer gibt. Einige Regionen wie Rheinland-Pfalz setzen bereits ähnliche, mit Bundesmitteln geförderte Programme um.

Das Förderprogramm bietet einen finanziellen Anreiz, um leerstehende Büros in Wohnraum umzuwandeln und gleichzeitig nachhaltige Sanierungen voranzutreiben. Investoren sehen sich zwar Herausforderungen gegenüber – darunter hohe Umwandlungskosten und strenge Energievorgaben –, doch die Initiative könnte die Wohnungsnot in Städten lindern, in denen Büroräume ungenutzt bleiben.

Quelle