KNDS plant Mega-Börsengang 2026 mit 20 Milliarden Euro Bewertung
Deutsch-französischer Rüstungskonzern KNDS treibt Börsengang für 2026 voran
Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS plant für 2026 einen der größten Börsengänge der europäischen Verteidigungsbranche in den letzten Jahren. Das Unternehmen strebt eine Bewertung von 20 Milliarden Euro an. Dies fällt in eine Phase, in der die deutsche Regierung bis September 2026 die Genehmigungsverfahren für Rüstungsexporte beschleunigt – eine Erleichterung für Unternehmen wie KNDS.
Vor dem geplanten Börsengang hat sich KNDS ehrgeizige Ziele gesetzt: Die Produktionskapazitäten sollen verdoppelt oder sogar verdreifacht werden, um die weltweit steigende Nachfrage zu bedienen. Mit einem Jahresumsatz von 3,8 Milliarden Euro und einem Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro ist das Unternehmen bereits jetzt gut positioniert.
Die aktuellen Marktbedingungen scheinen günstig für Börsengänge in der Rüstungsbranche. Erfolgreiche Platzierungen von Unternehmen wie Vincorion und CSG deuten auf ein starkes Investoreninteresse hin. Während Rheinmetall 2025 einen Kursanstieg von 149 Prozent verzeichnete und auch Hensoldt gut performte, setzt KNDS auf eine ähnliche Dynamik.
Verzögerungen beim MGCS-Panzerprojekt, das nun erst für 2045 geplant ist, beeinflussen den Zeitplan für den Börsengang nicht. Stattdessen konzentriert sich KNDS auf das eigene Wachstum und die vorübergehende Lockerung der deutschen Exportvorschriften, die die Expansionspläne unterstützen könnten.
Sollte KNDS sein Bewertungsziel von 20 Milliarden Euro erreichen, wäre dies einer der größten Börsengänge der europäischen Verteidigungsindustrie seit Jahren. Die geplante Produktionssteigerung und der solide Auftragsbestand bilden eine stabile Grundlage für die Notierung. Gleichzeitig könnte die beschleunigte Exportgenehmigungspraxis der Bundesregierung den Marktauftritt zusätzlich begünstigen.






