02 February 2026, 20:36

Illegale Zigarettenfabrik im Oberpfälzer Wald entdeckt – 500 Stück pro Stunde

Eine Schwarz-Weiß-Radierung des New York State Penitentiaries, ein fabrikartiges Gebäude mit Rauch aus seinen Schornsteinen, umgeben von Bäumen, Pflanzen und Menschen.

Selbstgebaute Zigarettenmaschine beschlagnahmt - Illegale Zigarettenfabrik im Oberpfälzer Wald entdeckt – 500 Stück pro Stunde

Zollfahnder haben im bayerischen Oberpfälzer Wald eine illegale Zigaretten-Produktionsstätte aufgedeckt. Die Entdeckung gelang bei einer Polizeidurchsuchung in einem anderen Fall – dabei stießen die Beamten auf eine selbstgebaute Produktionsmaschine. Aus ermittlungstaktischen Gründen hielten die Behörden den Fund bis September 2025 unter Verschluss.

Die Maschine wurde in der Wohnung eines 40-jährigen Mannes gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass er damit Zigaretten in industriellem Maßstab herstellte. Das Gerät konnte bis zu 500 Zigarettenhülsen pro Stunde mit Tabak befüllen.

Anschließend verpackte der Verdächtige die selbstproduzierten Zigaretten in markenähnliche Schachteln, die er mit einem selbst erfundenen Namen versehen hatte. Nach der Identifizierung des Verwendungszwecks beschlagnahmten Zollbeamte die selbstgebaute Anlage.

In Deutschland hat die Zahl solcher selbstgebauten Zigarettenmaschinen in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen. Zwischen 2021 und 2025 stieg die Anzahl der Fälle um etwa 25 Prozent – im EU-Durchschnitt waren es lediglich 15 Prozent. Ähnliche Entwicklungen verzeichnen laut Zolldaten und EU-weiten Tabakmarkt-Kontrollen auch Länder wie Polen und die Niederlande.

Die Ermittlungen dauern noch an. Dem Beschuldigten drohen Anklagen wegen illegaler Produktion und Steuerhinterziehung. Der Fall unterstreicht einen wachsenden Trend zur heimischen Zigarettenherstellung in Europa. Die Behörden beobachten die Entwicklung genau, um den illegalen Tabakhandel effektiver zu bekämpfen.