05 April 2026, 02:13

IHK Halle-Dessau stellt wirtschaftliche Forderungen vor Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Eine Liniengrafik auf einem weißen Hintergrund mit der Beschriftung "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen."

IHK Halle-Dessau stellt wirtschaftliche Forderungen vor Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

IHK Halle-Dessau legt wirtschaftliche Prioritäten vor Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt vor

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt ihre wirtschaftlichen Forderungen formuliert. Am 25. März 2026 verabschiedete die Organisation ein Positionspapier mit zentralen Anforderungen der regionalen Wirtschaft. Darin geht es um Fachkräftemangel, Innovation, Bürokratieabbau und Energiepolitik – doch bisher hat keine Partei die Vorschläge öffentlich aufgegriffen.

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Im Mittelpunkt des Papiers steht die dringende Bekämpfung des Fachkräftemangels. Die IHK fordert eine bessere Ausschöpfung des bestehenden Arbeitskräftepotenzials, strengere Anforderungen an Erwerbsfähige sowie eine verbesserte Berufsorientierung. Gleichzeitig pocht die Kammer auf eine langfristige Finanzierung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen.

Die Bürokratie bleibt ein zentrales Hindernis. Die IHK verlangt eine systematische Überprüfung von Verwaltungsaufgaben, um Verfahren zu vereinfachen und überflüssige Hürden abzubauen. Zudem plädiert sie für klarere, praxisnähere Gesetze, die Unternehmen entlasten.

In Sachen Energie und Infrastruktur setzt sich die Kammer für eine verlässliche, bezahlbare Versorgung und technologieneutrale Politiken ein. Zu den Kernforderungen zählen der Erhalt von Industriestandorten wie dem Kraftwerk Schkopau, der Ausbau der Energienetze und die Förderung von Wasserstoffstrategien. Auch die Nutzung von CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) soll ermöglicht werden, heißt es im Papier.

Für mehr Innovation fordert die IHK bessere Fördermittel für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), einen stärkeren Technologietransfer und Unterstützung beim Markteintritt. Betont wird, dass Internationalisierung durch Freihandel, Diplomatie und Offenheit für globale Märkte gestärkt werden muss.

Die IHK will das Papier nutzen, um mit Parteien, Kandidaten und der Öffentlichkeit in Dialog zu treten. Ziel ist es, dass wirtschaftliche Prioritäten die Wahlkampfdiskussion prägen. Bisher hat jedoch keine Partei die Forderungen in ihr Programm aufgenommen.

Das Positionspapier der IHK skizziert konkrete Schritte für die wirtschaftliche Zukunft Sachsen-Anhalts – mit Fokus auf Fachkräftesicherung, Bürokratieabbau, Energiesicherheit und Innovation. Ob es Wirkung entfaltet, hängt nun von der politischen Rezeption ab. Mit der Wahl im Blick warten Unternehmen auf Reaktionen zu ihren Reformappellen.

Quelle