Hessen schlägt hart zu: Rasen, Rauschgift und illegales Tuning im Visier der Polizei
Marie SchulzHessen schlägt hart zu: Rasen, Rauschgift und illegales Tuning im Visier der Polizei
Polizei in Hessen geht mit gezielten Kontrollen gegen rücksichtsloses Fahren vor
Die Spezialeinheit "TRuP" hat in den vergangenen Tagen in Hanau, Ronneburg und Offenbach verschärfte Verkehrskontrollen durchgeführt. Zahlreiche Autofahrer müssen nun mit hohen Bußgeldern, Fahrzeugstilllegungen und in schweren Fällen sogar mit Fahrverboten rechnen.
In Hanau wurden innerhalb weniger Stunden zwei Fahrer beim Überfahren roter Ampeln erwischt. Ein Fahrer eines VW Polo erhielt ein Bußgeld von 90 Euro, während ein Audi-A6-Fahrer für dasselbe Vergehen 200 Euro zahlen muss. Zudem wurde einer Gruppe von sechs Personen der Zutritt zum Gebiet Kinzigbogen untersagt, nachdem sie wiederholt durch Verkehrsverstöße und technische Mängel an ihren Fahrzeugen aufgefallen waren.
Ein Ford-Focus-Fahrer in Hanau wurde zunächst wegen überhöhter Geschwindigkeit angehalten – doch die Kontrollen brachten weitaus schwerwiegendere Verstöße ans Licht: Der Mann besaß keinen gültigen Führerschein, stand unter dem Einfluss von Cannabis und gegen ihn lagen offene Haftbefehle vor. Zudem wurden ausstehende Geldstrafen in Höhe von über 2.100 Euro festgestellt.
In Offenbach wurde ein Opel Astra OPC wegen illegaler Tuning-Maßnahmen und eines extrem lauten Auspuffs beschlagnahmt. Der Halter muss ein Bußgeld von 90 Euro sowie zusätzliche Bearbeitungskosten zahlen. Aus den Unterlagen geht hervor, dass dasselbe Fahrzeug bereits vor fast einem Jahr wegen ähnlicher Verstöße sichergestellt worden war.
In Ronneburg musste ein VW Käfer wegen übermäßigen Lärms und technischer Mängel stillgelegt werden – der Fahrer erwartet ein Bußgeld von mindestens 100 Euro. Der extremste Fall betraf einen BMW M4 Competition, der auf der Bundesstraße 448 mit 205 km/h geblitzt wurde. Der Fahrer muss nun mit einem Mindestbußgeld von 600 Euro und einem zweimonatigen Fahrverbot rechnen.
Die Aktionen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, rücksichtsloses Fahren in der Region einzudämmen. Verstöße werden mit finanziellen Sanktionen, Fahrzeugbeschlagnahmungen und temporären Fahrverboten geahndet. Die Polizei kündigte an, die Kontrollen in den kommenden Wochen fortzusetzen.






