15 January 2026, 11:17

Hamburgs Lohnlücke bleibt trotz Fortschritten ein strukturelles Problem für Frauen

Eine Liniengrafik, die den Trend der Mittel zur Bekämpfung des Geschlechterunterschieds über die Zeit zeigt, mit begleitendem Text.

Geschlechterlohnunterschied in Hamburg liegt bei sieben Prozent nach Anpassung - Hamburgs Lohnlücke bleibt trotz Fortschritten ein strukturelles Problem für Frauen

Hamburgs Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern bleibt ein hartnäckiges Problem: Trotz einiger Fortschritte verdienen Frauen in der Hansestadt nach wie vor weniger als Männer. Neue Zahlen zeigen zwar einen leichten Rückgang bei der unbereinigten Lohnlücke, doch bei den langfristigen Einkommensentwicklungen bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede.

Die unbereinigte Entgeltlücke in Hamburg sank laut aktueller Daten auf 17 Prozent – ein Prozentpunkt weniger als noch 2024. Damit liegt der Wert knapp über dem Bundesdurchschnitt von 16 Prozent.

Berücksichtigt man Faktoren wie Bildung, Berufserfahrung und Tätigkeit, verdienen Frauen in der Stadt im Schnitt 7 Prozent weniger als Männer – ein Wert, der sich seit 2024 nicht verändert hat. Das Statistikamt Nord führt diese bereinigte Lücke unter anderem auf Unterschiede in Gehaltsverhandlungen zurück, ohne jedoch bestimmte Unternehmen als Hauptverantwortliche zu benennen.

Ein zentraler Faktor für die Ungleichheit ist die Mutterschaft. In Hamburg bekommen Frauen ihr erstes Kind im Durchschnitt mit 31,5 Jahren. Nach der Geburt stagnieren ihre Einkommen häufig, während die Gehälter der Männer weiter steigen.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Schließung der Lohnlücke in Hamburg. Zwar hat sich die unbereinigte Differenz leicht verringert, doch die bereinigte Lücke bleibt stabil – und die Einkommen von Frauen stocken nach wie vor mit der Familiengründung. Behörden weisen darauf hin, dass detailliertere Daten zu Verhandlungsstrategien weitere Aufschlüsse über die verbleibenden Unterschiede liefern könnten.