Hamburger SV streicht Robert Glatzel nach öffentlicher Kritik aus dem Kader
Tim SimonNach Interview-Kritik: HSV setzt Glatzel nicht ein - Hamburger SV streicht Robert Glatzel nach öffentlicher Kritik aus dem Kader
Der Hamburger SV hat Stürmer Robert Glatzel für das bevorstehende Spiel gegen Borussia Dortmund aus dem Kader gestrichen. Die Entscheidung folgt auf öffentliche Kritik des Spielers an seiner begrenzten Rolle und Spielzeit. Vereinsvertreter bezeichneten seine Äußerungen als Verstoss gegen interne Regeln.
Glatzel hatte im März 2026 in einem Interview mit der Hamburger Morgenpost seine Frustration über seine Position als Ersatzspieler zum Ausdruck gebracht. Er hinterfragte seine geringe Einsatzzeit auf dem Platz, was eine Reaktion des Vereins auslöste.
Nach einem Gespräch mit Cheftrainer Merlin Polzin und Sportdirektor Claus Costa eskalierte der Fall bis zur HSV-Führung. Der Klub entschied, dass Glatzels Äußerungen – die ohne vorherige Absprache getätigt wurden – gegen Teamrichtlinien verstießen. Die Strafe bezog sich dabei nicht auf den Inhalt seiner Kritik, sondern auf die Art und Weise, wie er sie öffentlich gemacht hatte.
Anders als in anderen Bundesliga-Fällen, etwa der Reaktion von Mainz auf frühere Äußerungen Muheims, setzte der HSV auf eine direkte disziplinarische Maßnahme. Glatzel wird nun als Konsequenz der Entscheidung die Reise nach Dortmund verpassen.
Das Fehlen des Stürmers im Kader sendet eine klare Botschaft des HSV in Sachen interner Disziplin. Die Vereinsregeln verlangen von den Spielern, Bedenken zunächst über offizielle Kanäle zu klären, bevor sie an die Öffentlichkeit getragen werden. Glatzels künftige Nominierungen könnten nun von weiteren Gesprächen mit dem Trainerteam abhängen.






