Hamburg will bis 2040 klimaneutrale Wärmeversorgung erreichen – fünf Jahre vor dem Bund
Tim SimonHamburg legt Entwurf für kommunale Wärmeanpassung vor - Hamburg will bis 2040 klimaneutrale Wärmeversorgung erreichen – fünf Jahre vor dem Bund
Hamburg hat einen Entwurf für den Umstieg auf klimaneutrale Wärmeversorgung vorgestellt. Die Stadt strebt an, dieses Ziel bereits bis 2040 zu erreichen – fünf Jahre früher als der bundesweite Stichtag. Derzeit sind noch acht von zehn Haushalten auf Öl oder Gas als Wärmequelle angewiesen.
Fast die Hälfte des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen Hamburgs entfällt auf die Wärmeversorgung. Um diese Werte zu senken, setzt die Stadt je nach Standort auf unterschiedliche Lösungen: In manchen Gebieten eignen sich individuelle Wärmepumpen am besten, in anderen sind gemeinsame Systeme wie Fernwärmenetze oder Quartierslösungen sinnvoller.
Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen können den Entwurf nun prüfen und ihre Meinung einbringen. Die öffentliche Konsultation läuft bis zum 14. April über das Beteiligungsportal Diplanung. Interaktive Karten im Hamburger Wärmeportal zeigen zudem auf, welche Heizoptionen für die einzelnen Stadtteile am besten geeignet sind.
Die endgültige Fassung des Wärmeplans soll bis Ende Juni 2026 verabschiedet werden. Dieser Zeitrahmen ermöglicht weitere Anpassungen auf Basis der Rückmeldungen und technischer Bewertungen.
Wird der Plan umgesetzt, rückt Hamburg sein Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung deutlich vor dem bundesweiten Termin 2045 näher. Der Ansatz der Stadt verbindet lokale Bedürfnisse mit übergeordneten Klimazielen. Die nächsten Schritte hängen nun von der öffentlichen Beteiligung und der finalen Beschlussfassung Mitte 2026 ab.