Hallescher FC bricht radikal mit RB Leipzig – ein historischer Boykott
Clara FrankeHallescher FC bricht radikal mit RB Leipzig – ein historischer Boykott
Hallescher FC (HFC) setzt mit beispielloser Aktion ein Zeichen im deutschen Fußball: Der Verein bricht nahezu alle sportlichen Kontakte zu RB Leipzig ab. Die Entscheidung folgt einem Mitgliedervotum, das eine "klare und konsequente Distanzierung" von den Fußballaktivitäten des Red-Bull-Konzerns forderte. Es handelt sich um den ersten flächendeckenden sportlichen Boykott dieser Art in der Geschichte des deutschen Fußballs.
Die Mitgliederversammlung beschloss einen Antrag, der fast jede Form der Zusammenarbeit zwischen HFC und RB Leipzig untersagt. Betroffen sind gemeinsame Jugendturniere, Freundschaftsspiele und sogar Testspiele aller Mannschaften unter dem Dach des HFC – ohne Ausnahme für Altersklassen oder Geschlecht.
Bisher hatte der HFC unter anderem die Trainingsanlagen von RB Leipzig genutzt, doch dieser Zugang wurde nun gestrichen. Trotz der weitreichenden Beschränkungen bleiben Spieler- oder Personaltransfers aus dem RB-Leipzig-System zum HFC weiterhin möglich.
Die Konsequenz: Keine HFC-Mannschaft – von der Jugend bis zu den Senioren – wird künftig an Wettbewerben oder Veranstaltungen mit Beteiligung von RB Leipzig teilnehmen. Der Verein begründet den Schritt als "deutliche Haltung gegen den Einfluss von Red Bull im Fußball".
Mit dem Boykott setzt der HFC ein Novum im deutschen Fußball und beendet jahrzehntelange Kooperationen mit RB Leipzig. Künftig agiert der Club vollständig unabhängig – ohne gemeinsame Trainingsressourcen oder Wettbewerbe. Einzige verbleibende Verbindung bleibt der Transfer von Spielern oder Mitarbeitern zwischen beiden Organisationen.






