07 April 2026, 22:15

Halles Bürgerparlament fordert radikale Bildungsreformen – und trifft die Dezernentin

Eingang zum Perth Modern School mit einem Schild, Bäumen, Pflanzen, einem Zaun, einem Straßenpfahl, geparkten Autos, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Halles Bürgerparlament fordert radikale Bildungsreformen – und trifft die Dezernentin

Ein "Bürgerparlament" diskutiert in Halle über die Zukunft der Bildung

Kürzlich fand in Halle ein sogenanntes Bürgerparlament statt, das sich mit der Zukunft der lokalen Bildungspolitik befasste. Organisiert wurde die Veranstaltung von Neue Generation, der Nachfolgeorganisation der Klimaprotestgruppe Letzte Generation. Teilgenommen haben 15 zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner im Alter zwischen einem und 66 Jahren. Ihr Ziel: Bildungsfragen außerhalb der klassischen politischen Strukturen mitgestalten.

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Die Teilnehmer forderten, dass Halle Mittel aus dem Sonderhaushalt für Infrastruktur und Klimaneutralität umschichtet – zugunsten des Bildungsbereichs. Zudem sprachen sie sich für eine bessere Abstimmung zwischen den bestehenden kommunalen Gremien und lokalen Akteuren im Schulwesen aus.

Die Gruppe hat nun ein Treffen mit Katharina Brederlow, der Bildungsdezernentin der Stadt Halle, vereinbart, um ihre Ergebnisse vorzustellen. Dies entspricht ihrem übergeordneten Anliegen, ein demokratisches Modell zu schaffen, das einen echten Querschnitt der Gesellschaft abbildet – als Alternative zum Deutschen Bundestag.

Als bundesweite Fortsetzung ist für den 17. bis 19. April 2026 ein digitales "Offenes Bürgerparlament" geplant. Das Motto lautet: "Wie nah sind wir dem Faschismus? Die Gegenwart verstehen. Mut entwickeln. Gemeinsam handeln." Die Veranstalter hoffen, dass diese Debatten zu einer stabileren demokratischen Grundlage beitragen.

Das Bürgerparlament in Halle markiert einen weiteren Schritt von Neue Generation, Bürgerinnen und Bürger direkt in politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Ihre Vorschläge werden nun von der Bildungsdezernentin geprüft. Parallel laufen die Vorbereitungen für das größere Online-Format im kommenden Jahr.

Quelle