Göppingen führt ab Donnerstag waffenfreie Zone in der Innenstadt ein
Lukas BraunNach Gewalt: Göppingen errichtet Waffenverbotszone - Göppingen führt ab Donnerstag waffenfreie Zone in der Innenstadt ein
Ab diesem Donnerstag wird Göppingen in seiner Innenstadt eine waffenfreie Zone einführen. Das Verbot umfasst Schusswaffen und Messer und gilt bis Ende April 2027. Die Behörden begründen den Schritt mit zwei jüngsten Schießereien in der Stadt.
Auch Heilbronn hat bereits ähnliche Beschränkungen für sein Stadtzentrum erlassen – seit Mitte 2024 gelten dort bereits Waffenverbote in der Bahnhofsvorstadt und der Innenstadt.
Der Beschluss folgt auf zwei bewaffnete Vorfälle in Göppingen. Mitte Januar hatte es eine Schießerei in einer örtlichen Bäckerei gegeben. Ein zweiter Angriff ereignete sich im Februar in einer Kneipe. Obwohl niemand verletzt wurde, nahm die Polizei zwei Tatverdächtige fest, die sich weiterhin in Untersuchungshaft befinden.
Die Ermittler prüfen derzeit mögliche Verbindungen zu bandenbedingter Gewalt in der gesamten Region Stuttgart. Das Göppinger Verbot reiht sich damit in Maßnahmen ein, die bereits in Stuttgart und Mannheim bestehen, wo ähnliche Waffenverbotszonen eingerichtet wurden.
Heilbronn hatte seine befristeten Verbote bereits früher eingeführt – seit Juni bzw. September 2024 gelten sie in zentralen Bereichen. Die neuen Regeln in Göppingen sollen nun für mehr als ein Jahr in Kraft bleiben, um weitere Vorfälle zu verhindern.
Die waffenfreie Zone bleibt bis zum 30. April 2027 aktiv. Sowohl Göppingen als auch Heilbronn schließen sich damit anderen Städten in Baden-Württemberg an, die den öffentlichen Zugang zu Schusswaffen und Messern einschränken. Die Polizei ermittelt weiterhin zu den jüngsten Schießereien und möglichen Verbindungen zur organisierten Kriminalität.