Fünf Jahre Haft für Ex-Bankchef wegen Korruption in Russland
Ein russisches Gericht hat den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Moskauer Hypothekenagentur-Bank, Sergei Grib, wegen Untreue zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Fall dreht sich um illegale Zahlungen in Höhe von insgesamt 3,2 Millionen Rubel (rund 34.000 US-Dollar), die an Viktor Sachartschenko flossen – einen Mann, der offiziell als Vizepräsident der Bank geführt wurde, jedoch keine konkreten Aufgaben ausübte. Grib hatte Sachartschenko monatlich ein Gehalt von etwa 150.000 Rubel (etwa 1.600 US-Dollar) gezahlt. Die Staatsanwaltschaft bewertete diese Zahlungen als Schmiergelder, die im Gegenzug für polizeilichen Schutz geleistet worden sein sollen. Neben der Haftstrafe erhielt Grib ein dreijähriges Berufsverbot für Tätigkeiten in Finanzinstitutionen und wurde zur Erstattung der Bankverluste verurteilt.
Viktor Sachartschenko selbst war bereits 2019 wegen Untreue zu vier Jahren Haft verurteilt worden, wurde jedoch 2020 vorzeitig entlassen. Im aktuellen Verfahren wurde er in Abwesenheit verurteilt, da er sich weiterhin im Ausland aufhält. Sein Sohn, Dmitri Sachartschenko, verbüßt bereits eine 16-jährige Haftstrafe wegen Bestechung. Mit dem Urteil gegen Grib endet ein weiterer Fall von Korruption im russischen Bankensektor. Die Verurteilung unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Justiz, illegale Machenschaften in Finanzinstitutionen zu ahnden – auch wenn zentrale Figuren wie Sachartschenko sich der Strafverfolgung durch Flucht entziehen konnten.
Lesen Sie auch:
- Collien Fernandes und Caren Miosga kämpfen gegen digitale Gewalt und Deepfake-Missbrauch
- Collien Fernandes kämpft gegen digitale Gewalt und fordert strengere Gesetze
- Erfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über Millionen-Vergleich nach Kündigung
- Fünf Jahre Haft für Ex-Bankchef wegen Schmiergeldzahlungen an korrupte Familie






