Radfahren zur Schule - ein weiterer 'Bici-Bus' für Frankfurt - Frankfurts Bici-Bus bringt Kinder sicher und gemeinsam zur Schule
"Bici-Bus": In Frankfurt bringen organisierte Fahrradkonvois Kinder sicher zur Schule
Eine neue Initiative namens Bici-Bus ermöglicht es Kindern in Frankfurt, in begleiteten und sicheren Gruppen mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Das ursprünglich in Barcelona entwickelte Konzept verbreitet sich nun mit Unterstützung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in deutschen Städten – und das schon für Vorschulkinder, ohne dass sie auf formelle Radfahrtrainings warten müssen.
Der Bici-Bus funktioniert wie ein rollender Tross: Erwachsene radeln außen und schützen so die Kinder, die in der Mitte fahren. Dieses System vermittelt jungen Radfahrern nicht nur Verkehrskompetenz, sondern stärkt auch frühzeitig ihr Selbstvertrauen und ihre motorischen Fähigkeiten.
Aktuell gibt es in Frankfurt drei Bici-Bus-Strecken, eine vierte in Bornheim ist in Planung. Da es in der Stadt kaum sichere Übungsflächen gibt, sind solche Projekte besonders wichtig. Anders als klassische Radfahrprüfungen – die oft erst in der vierten Klasse stattfinden – kennt das Programm keine Altersbeschränkungen.
Die Idee findet auch über Frankfurt hinaus Anklang: Köln und Teile Nordrhein-Westfalens erproben im Rahmen des Projekts Kinder aufs Rad! ähnliche Modelle. Eine weitere deutsche Stadt, die zu den Top fünf beim Deutschen Fahrradpreis 2026 gehört, baut ebenfalls eine eigene Version des Bici-Bus aus.
Das Bici-Bus-Modell wächst stetig und bietet Kindern eine praxisnahe Möglichkeit, Verkehrssicherheit zu lernen. Immer mehr Städte übernehmen das Konzept – und ermöglichen jüngeren Radfahrern so, selbstständiger unterwegs zu sein. Ziel der Initiative ist es, schon früh eine nachhaltige Kultur des sicheren und gemeinschaftlichen Radfahrens zu etablieren.






