FIFA-Ticketpreise für WM-Finale bei zwei Millionen Euro – Politiker fordern gerechte Lösungen
Lukas BraunFIFA-Ticketpreise für WM-Finale bei zwei Millionen Euro – Politiker fordern gerechte Lösungen
Die Kritik an den Ticketpreisen der FIFA für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft wird immer lauter. Zwei führende deutsche Politiker haben sich gegen die hohen Kosten ausgesprochen und diese als ungerecht und ausgrenzend bezeichnet. Ihre Äußerungen folgen Berichten, wonach Tickets für das Finale für fast zwei Millionen Euro pro Stück weiterverkauft werden.
Aydan Özoğuz, Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestags, steht an der Spitze der Kritik. Sie wirft der FIFA vor, mit ihrer Preispolitik die Weltmeisterschaft zu einer Veranstaltung für Superreiche zu machen. Nach ihren Angaben seien bezahlbare Tickets kaum noch zu finden, wodurch normale Fans ausgeschlossen würden.
Özoğuz forderte die FIFA auf, die Preise zu senken, um das Turnier für alle zugänglicher zu gestalten. Sie warnte, dass die aktuelle Praxis den Eindruck erwecke, die WM sei ein exklusives Luxusereignis statt ein globales Fußballfest.
Stephan Mayer, sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, schloss sich ihren Bedenken an. Er bezeichnete die Ticketpreise im Millionenbereich als überzogen und nicht zu rechtfertigen. Mayer rief zudem den Deutschen Fußball-Bund (DFB) dazu auf, sich stärker für fanfreundliche Regelungen einzusetzen.
Die Debatte verschärfte sich, nachdem auf der FIFA-Weiterverkaufsplattform vier Tickets für das WM-Finale für jeweils fast zwei Millionen Euro angeboten wurden. Beide Politiker betonten, dass solche Preise dem Geist des Fußballs widersprächen.
Die Forderungen nach einer Änderung unterstreichen die wachsende Verärgerung über die Ticketpreispolitik der FIFA. Da erschwingliche Optionen kaum verfügbar sind, drohen viele Fans vom Turnier ausgeschlossen zu werden. Der Druck auf FIFA und DFB wächst nun, das Problem vor Beginn des Wettbewerbs zu lösen.






