Felix Klein verlässt nach acht Jahren seinen Posten als Antisemitismus-Beauftragter
Clara FrankeFelix Klein verlässt nach acht Jahren seinen Posten als Antisemitismus-Beauftragter
Felix Klein, der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, wird seinen Posten diesen Sommer nach fast einem Jahrzehnt in dieser Funktion verlassen. Sein Ausscheiden folgt auf acht Jahre als "Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus", ein Amt, das er seit 2018 innehat. Die Regierung hat bereits mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen, der seine Arbeit fortsetzen soll.
Klein trat das Amt 2018 an, nachdem er sich jahrelang im öffentlichen Dienst der Holocaust-Erinnerung und der Bekämpfung von Antisemitismus gewidmet hatte. Während seiner Amtszeit initiierte er zahlreiche Projekte und arbeitete eng mit verschiedenen Ministerien zusammen, um Hass und Vorurteile zu bekämpfen. Er bezeichnete die Rolle als entscheidend für gesellschaftspolitische Debatten und betonte, dass klare öffentliche Stellungnahmen notwendig seien, um Veränderungen voranzutreiben.
Die Auswahl seines Nachfolgers obliegt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Bereits jetzt haben sich mehrere Kandidaten beworben, doch das Verfahren läuft noch. Der neue Beauftragte wird die Aufgabe haben, sich mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen auszutauschen und wirksame Strategien gegen Antisemitismus zu entwickeln.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der Arbeit des Amts gespielt. Seine Rückendeckung gilt als entscheidend, um die Glaubwürdigkeit und Wirkung der Position auch in Zukunft zu sichern.
Kleins Abschied markiert das Ende einer langen Phase im öffentlichen Dienst. Er plant, sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Sein Nachfolger übernimmt ein Amt, das weiterhin von zentraler Bedeutung für Deutschlands Engagement gegen Antisemitismus ist. Der Erfolg wird davon abhängen, wie gut die Zusammenarbeit mit jüdischen Organisationen gelingt und ob es gelingt, sich den sich wandelnden Bedrohungen zu stellen.