"Ewige Flamme" in Jakutien verkommt kurz nach teurer Sanierung
Das Denkmal ‚Ewige Flamme‘ in Jakutien befindet sich weniger als ein Jahr nach einer aufwendigen Sanierung in einem desolaten Zustand. Die Behörden haben nun rechtliche Schritte gegen das verantwortliche Unternehmen eingeleitet, nachdem schwere Schäden an der Gedenkstätte festgestellt wurden. Die Sanierung des Denkmals wurde 2025 vom Unternehmen Region Service durchgeführt, das dafür 1,9 Millionen Rubel erhielt. Doch bereits kurz nach Abschluss der Arbeiten traten massive Mängel auf: Zwei Blütenblätter des Beckens brachen ab, die Gasleitung gefror ein, und es bildeten sich Risse im Stein. Zudem ist die Gasversorgung defekt, sodass die Flamme nicht mehr ordnungsgemäß brennt.
Die Denkmalschutzbehörde Jakutiens erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei. Region Service wurde verpflichtet, die beschädigten Teile des Beckens zu reparieren und den ursprünglichen Zustand der Gedenkstätte wiederherzustellen. Das Unternehmen stand bereits zuvor in der Kritik, nachdem es bei einem anderen Projekt Verzögerungen gegeben hatte.
Das Denkmal, das seit 1967 als ‚Platz der Gefallenen Kämpfer‘ bekannt war, galt einst als wichtiges Symbol der Erinnerung. Nun bleibt seine Zukunft ungewiss, während die Ermittlungen zu den Ursachen der Schäden und möglichen Pflichtverstößen laufen. Während die Behörden die Verantwortung klären, bleibt die Gedenkstätte vorerst in einem stark beschädigten Zustand. Die weiteren Schritte hängen von den Ergebnissen der laufenden Untersuchungen ab – sowohl in rechtlicher als auch in restauratorischer Hinsicht.






