Elektro- und Digitalbranche boomt 2025 dank starker Exporte nach Indien und USA
Tim SimonElektrische Industrie meldet signifikante Zunahme der Aufträge zum Jahresende - Elektro- und Digitalbranche boomt 2025 dank starker Exporte nach Indien und USA
Deutschlands Elektro- und Digitalindustrie beendete 2025 mit einem starken Aufschwung
Die deutsche Elektro- und Digitalbranche schloss das Jahr 2025 mit einem deutlichen Plus ab: Im Dezember stiegen die Aufträge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,1 Prozent. Über das gesamte Jahr betrachtet legte das Auftragsvolumen um 6,0 Prozent zu – angetrieben vor allem durch die starke Nachfrage aus dem Ausland, während die Inlandsaufträge weiterhin schwächelten.
Die Exportmärkte der Branche entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich. Rund 60 Prozent der Ausfuhren entfielen auf die EU, wobei die Niederlande, Frankreich und Polen zu den wichtigsten Abnehmern zählten. Die USA folgten mit einem Anteil von 15 Prozent, Indien lag bei 12 Prozent. Besonders dynamisch zeigte sich die Nachfrage aus den USA, die um 18 Prozent zunahm – begünstigt durch das wachsende Interesse an KI-Technologien. Auch Indien verzeichnete einen deutlichen Anstieg der Bestellungen im Digitalbereich um 25 Prozent, während das Wachstum in China mit nur 5 Prozent nahezu stagnierte.
Die Umsätze mit ausländischen Kunden stiegen 2025 um 3,7 Prozent, doch im Inland bewegte sich wenig: Hier erhöhten sich die Erlöse lediglich um 0,1 Prozent. Insgesamt legten die Auslandsaufträge um 10,2 Prozent zu, die Inlandsbestellungen wuchsen dagegen nur um 0,8 Prozent.
Für die kommenden Monate hellt sich die Stimmung in der Branche spürbar auf: Im Januar 2026 verbesserte sich die Geschäftserwartung im Vergleich zum Vormonat deutlich. Viele Unternehmen planen nun, in den nächsten sechs Monaten die Produktion auszuweiten und zusätzliches Personal einzustellen.
Der Aufschwung 2025 basierte maßgeblich auf den Exporten, insbesondere in die USA und nach Indien. Da die Unternehmen mit einer anhaltend hohen Nachfrage rechnen, dürften Produktion und Personalaufbau in der ersten Jahreshälfte 2026 weiter zunehmen. Die Inlandsnachfrage bleibt jedoch im Vergleich zu den internationalen Märkten weiterhin verhalten.