Ehepaar aus Kempten soll 1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen haben
Tim SimonEhepaar aus Kempten soll 1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen haben
In Kempten (Bayern) läuft derzeit ein Prozess gegen einen 40-jährigen städtischen Mitarbeiter und seine 38-jährige Ehefrau. Das Ehepaar soll über mehrere Jahre hinweg fast 1,9 Millionen Euro aus kommunalen Parkuhren veruntreut haben. Ihr Betrug flog erst auf, nachdem eine Bank Ende 2025 ungewöhnliche Kontenbewegungen gemeldet hatte.
Der Mann arbeitete als Stadtangestellter mit Zugang zu den Parkscheinautomaten. Zwischen 2020 und 2025 entwendete er systematisch Bargeld aus den Geräten. Seine Frau half anschließend, die Beute zu waschen, indem sie das Geld auf Konten einzahlte oder gegen Supermarkt-Gutscheine eintauschte.
Jahre lang blieben die beiden unentdeckt, bis eine Bank wegen ihrer Finanztransaktionen Alarm schlug. Kurze Zeit später wurden sie festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Ein Teil der Diebstähle liegt zwar außerhalb der gesetzlichen Verjährungsfrist, doch die Behörden fordern die vollständige Rückerstattung der gestohlenen Gelder.
Als Reaktion auf den Fall ließ die Stadt Kempten alle Schlösser der Parkuhren austauschen. Zudem übertrug sie die Wartungsarbeiten an ein externes Unternehmen, um künftige Missbräuche zu verhindern.
Der Prozess dauert an, während die Staatsanwaltschaft auf die Einziehung des illegal erworbenen Vermögens drängt. Die Behörden haben bereits die Sicherheitsvorkehrungen verschärft, um ähnliche Straftaten zu verhindern. Das Urteil wird zeigen, ob das Paar über die bereits beschlagnahmten Gelder hinaus weitere Strafen zu erwarten hat.






