Verband der Deutschen Journalisten: Venezuela muss für Journalisten öffnen - DJV fordert Ende der Medienzensur nach Festnahmen in Venezuela
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die venezolanische Regierung aufgefordert, die Beschränkungen für Medienberichterstattung aufzuheben. In einer aktuellen Stellungnahme verurteilte die Organisation die vorübergehende Festnahme von 14 Reporterinnen und Reportern und forderte ein Ende der Zensur. Der Appell erfolgte nach einer Militäroperation der USA und der Verhaftung von Nicolás Maduro, die zu einer verstärkten Überwachung ausländischer Korrespondenten im Land geführt haben.
Wie der venezolanische Journalistenverband (SNRP) mitteilte, wurden 14 Journalistinnen und Journalisten im Anschluss an die US-Operation kurzzeitig in Gewahrsam genommen. Ihre Namen und Arbeitgeber blieben in den Berichten ungenannt. Der DJV bezeichnete die Festnahmen als 'Hexenjagd' gegen kritische Stimmen.
Die Organisation kritisierte zudem die geschlossenen Grenzen Venezuelas für westliche Medien. Sie argumentierte, dass internationale Berichterstatter die Verhältnisse vor Ort selbst erleben müssen, anstatt sich auf Aussagen des Pentagons oder staatlich gefilterte Nachrichten zu verlassen. In seiner Forderung bestand der DJV auf die Wiederöffnung der Grenzen und die Abschaffung aller Zensurmaßnahmen. Die Organisation betonte, dass unabhängiger Journalismus entscheidend für eine korrekte Berichterstattung sei. Ohne ihn, warnte der DJV, bleibe das öffentliche Verständnis der Ereignisse in Venezuela durch offizielle Darstellungen verzerrt.
Der Aufruf des DJV unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen der venezolanischen Regierung und ausländischen Medien. Angesichts der Festnahme von 14 Journalisten und der geschlossenen Grenzen pocht die Organisation auf sofortigen Zugang für Reporter. Die Forderung folgt auf eine Phase verschärfter Restriktionen nach Maduros Verhaftung und der US-Militäroperation.