29 March 2026, 18:19

Deutschland will begleitetes Trinken für Jugendliche ab 2026 verbieten

Karte von Australien mit rot schattierten Regionen, die verschiedene Prozentanteile von unteralterigen Teenagern je Bundesstaat anzeigen, begleitet von Text, der unten besagt, dass unteralterige Teenager für einvernehmlichen Sex in die Sexstraftäterliste aufgenommen werden können.

Deutschland will begleitetes Trinken für Jugendliche ab 2026 verbieten

Deutschland verschärft die Alkoholregeln für Minderjährige. Bundesfamilienministerin Karin Prien hat vorgeschlagen, das begleitete Trinken für 14- und 15-Jährige abzuschaffen. Die Änderung würde eine Ausnahme streichen, die es ihnen bisher erlaubte, in Begleitung der Eltern Bier, Wein oder Sekt zu konsumieren.

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Der Gesetzentwurf zur Änderung des Jugendschutzgesetzes ist Teil einer umfassenderen Reform des Kinder- und Jugendhilferechts. Behörden begründen die strengeren Maßnahmen mit der Notwendigkeit, "Alltagssüchte" bei Jugendlichen stärker einzudämmen.

Die öffentliche Debatte über den Alkoholkonsum von Jugendlichen hat in den letzten Monaten an Fahrt aufgenommen. Zwar zeigen Studien einen rückläufigen Alkoholkonsum unter Heranwachsenden, doch der politische Druck für schärfere Kontrollen wächst. Priens Vorstoß, der 2026 in Kraft treten soll, sieht zudem vor, die Prüfung einer Anhebung des Mindestabgabealters auf 18 oder sogar 21 Jahre vorzunehmen.

Im Entwurf des Ministeriums wird betont, dass Suchtgefahren bei Jugendlichen konsequenter bekämpft werden müssen. Die Reform wird als Reaktion auf wachsende Sorgen über den Substanzmissbrauch bei Adoleszenten dargestellt. Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit in der Abstimmung mit Beteiligten, darunter Gesundheitsexperten und Jugendorganisationen.

Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es einen deutlichen Kurswechsel in Deutschlands Umgang mit Jugendlichen und Alkohol bedeuten. Der Bundestag soll noch vor Jahresende über die Änderungen abstimmen.

Das geplante Verbot des begleiteten Trinkens zielt darauf ab, den frühen Kontakt mit Alkohol zu verringern. Es wäre zudem ein Schritt im Rahmen der umfassenderen Bemühungen, das Jugendschutzrecht zu modernisieren. Die endgültigen Beschlüsse hängen von der parlamentarischen Zustimmung und dem Feedback der Beteiligten bis Ende des Jahres ab.

Quelle