Deutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – Stagnation droht
Clara FrankeDeutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – Stagnation droht
Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für das Land drastisch nach unten korrigiert. Ihr aktueller Bericht, der am Mittwoch, den 24. Mai 2023, veröffentlicht wird, zeichnet ein weit düstereres Bild als erwartet. Die Aussichten deuten nun auf eine Stagnation und sogar auf einen möglichen Abschwung in naher Zukunft hin.
Noch vor sechs Monaten hatten dieselben Institute ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent für 2023 und 1,4 Prozent für 2024 vorhergesagt. Die neue Prognose revidiert diese Schätzungen deutlich nach unten. Für 2023 wird nun nur noch ein Wachstum von 0,6 Prozent erwartet.
Die Lage verschärft sich 2024 weiter: Hier wird ein Rückgang um 0,2 Prozent prognostiziert – ein klares Rezeptionssignal. Hauptgrund für diese Verschlechterung ist der anhaltende Krieg im Iran und der damit verbundene starke Anstieg der Öl- und Gaspreise. Diese Faktoren belasten die wirtschaftliche Stimmung erheblich.
Mittelfristig erwarten die Institute nur eine bescheidene Erholung. Bis 2027 soll das jährliche BIP-Wachstum bei etwa 1 Prozent liegen – deutlich unter den früheren Erwartungen.
Die überarbeiteten Zahlen stellen eine erhebliche Abwertung der bisherigen Prognosen dar. Angesichts anhaltend hoher Energiepreise und ungelöster geopolitischer Spannungen wirken Deutschlands wirtschaftliche Perspektiven zunehmend ungewiss. Der vollständige Bericht wird am Mittwoch veröffentlicht und die Gründe für die düstere Einschätzung detailliert darlegen.






