Deutsche Bahn wehrt sich gegen Vorwürfe zu Bauarbeiten auf der RE1-Strecke
Lukas BraunDeutsche Bahn wehrt sich gegen Vorwürfe zu Bauarbeiten auf der RE1-Strecke
Die Deutsche Bahn hat Vorwürfe zurückgewiesen, es gebe einen ungewöhnlichen Anstieg kurzfristiger Bauarbeiten an der Regionalexpress-Linie RE1 zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin. Die Linksfraktion (Die Linke) hatte das Thema mit einer parlamentarischen Anfrage auf die Tagesordnung gebracht. Laut dem Bahnkonzern folgen die Arbeiten einem langfristig angelegten Planungsprozess.
Die Bundesregierung bestätigte, dass Baumaßnahmen an Schienenstrecken in der Regel Jahre im Voraus geplant werden. Die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, DB InfraGO, hat kürzlich ihr Planungssystem umstrukturiert, um die Effizienz zu steigern. Im Rahmen des neuen Ansatzes werden Instandhaltungsarbeiten und größere Modernisierungsprojekte nun getrennt voneinander abgewickelt.
Wartungsarbeiten fallen in den Bereich der sogenannten "Instandhaltungscontainer". Diese umfassen routinemäßige Aufgaben mit kurzfristigen Sperrungen – in der Regel einstreckige Nachtausfälle alle vier bis acht Wochen. Größere Vorhaben wie Infrastruktur-Großprojekte werden dagegen in "Investitionscontainer" gebündelt. Dabei handelt es sich um längere Sperrungen, die zwischen einem und sechs Monaten dauern können.
Ziel des neuen Systems ist es, Bauphasen zu bündeln. Dadurch sollen für Fahrgäste und Betreiber längere Zeiträume ohne Unterbrechungen entstehen.
Nach der Umstrukturierung laufen Instandhaltungs- und Investitionsprojekte nun unabhängig voneinander. Fahrgäste auf der RE1-Linie können nach Abschluss größerer Baumaßnahmen mit längeren Phasen ungestörten Betriebs rechnen. Die Änderungen entsprechen der langfristigen Strategie der Deutschen Bahn, notwendige Modernisierungen mit möglichst geringen Beeinträchtigungen zu verbinden.






