08 May 2026, 00:21

DAAD-Präsident warnt vor unseriösen privaten Hochschulen und Ausbeutung indischer Studierender

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text und Wasserzeichen, wahrscheinlich ein Dokument aus der Bundesrepublik Deutschland.

DAAD-Präsident warnt vor unseriösen privaten Hochschulen und Ausbeutung indischer Studierender

Der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Joybrato Mukherjee, hat scharfe Kritik an privaten Hochschulen in Berlin geübt. Er warnte, dass einige dieser Einrichtungen internationale Studierende mit fragwürdigen Studiengängen in die Irre führten. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Deutschland einen Rekordzuwachs an ausländischen Studierenden verzeichnet – allein in diesem Jahr kamen fast 60.000 aus Indien.

Mukherjee hinterfragte, warum bestimmte private Hochschulen trotz zweifelhafter Studienangebote weiterhin staatlich anerkannt blieben. Zudem stellte er die Frage, wie solche Programme überhaupt eine Akkreditierung erhalten hätten. Seine Kritik wirft ein Schlaglicht auf ein wachsendes Problem: Viele indische Studierende – die größte Gruppe unter den internationalen Lernenden – werden von unseriösen Vermittlungsagenturen gezielt angeworben.

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Die Situation verschärft sich, da Deutschland so viele ausländische Studierende wie nie zuvor anzieht. Im Wintersemester 2024/25 erreichte die Zahl der Immatrikulationen mit rund 402.000 einen neuen Höchststand. Mukherjee forderte deutsche Hochschulen auf, die Zusammenarbeit mit diesen Agenturen zu beenden, um Studierende vor Ausbeutung zu schützen.

Sein Appell für strengere Kontrollen folgt Berichten über trügerische Versprechungen an indische Bewerber:innen. Viele kommen mit der Erwartung einer hochwertigen Ausbildung ins Land, landen aber in schlecht regulierten Studiengängen mit geringem akademischem Wert.

Mukherjees Warnungen setzen die Aufsichtsbehörden unter Druck, die Akkreditierungsstandards für private Hochschulen zu überprüfen. Angesichts des Rekordzustroms internationaler Studierender – insbesondere aus Indien – wird das Problem immer dringlicher. Ohne schärfere Regulierung könnten noch mehr Lernende auf unseriöse Einrichtungen und Vermittlungsfirmen hereinfallen.

Quelle