15 May 2026, 08:45

CIA-Spionage in Mexiko: Wie der US-Geheimdienst seit 1934 Präsidenten und Linke überwachte

Das CIA-Logo und der Text "CIA" auf einer blauen Wand mit einem weißen Rand.

CIA-Spionage in Mexiko: Wie der US-Geheimdienst seit 1934 Präsidenten und Linke überwachte

Der US-Geheimdienst CIA ist seit fast einem Jahrhundert in Mexiko aktiv und sammelt dort Informationen über politische Persönlichkeiten, kommunistische Gruppen und ausländische Botschaften. Entklassifizierte Dokumente zeigen, dass die Behörde linke Führungspersönlichkeiten überwachte – darunter der ehemalige Präsident Lázaro Cárdenas – und gleichzeitig Kontakte zu späteren mexikanischen Regierungsvertretern pflegte.

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Die Präsenz des Geheimdienstes in Mexiko lässt sich mindestens bis ins Jahr 1934 zurückverfolgen. Unter dem Decknamen LIENVOY observierte die CIA linke Aktivisten, kommunistische Organisationen und Botschaften mit Verbindungen zum sowjetischen Block. Der damalige Präsident Lázaro Cárdenas galt in CIA-Berichten als „antiamerikanisch“, „kommunistenfreundlich“ und „geistiger Führer“ der linken Bewegungen.

Das Spionagenetzwerk mit dem Codenamen LITEMPO umfasste Agenten, die nur unter Nummern geführt wurden. Dazu zählten LITEMPO-2 (Gustavo Díaz Ordaz) und LITEMPO-8 (Luis Echeverría Álvarez), die beide später selbst Präsidenten wurden. Auch der Künstler David Alfaro Siqueiros, damals Vorsitzender der Kommunistischen Partei Mexikos, stand unter Beobachtung der CIA.

Jahrzehnte später setzte sich die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern fort. So besuchte 2021 der ehemalige CIA-Stellvertreter David S. Cohen Mexiko. Präsident Andrés Manuel López Obrador bestätigte, dass seine Regierung weiterhin offen für die Kooperation mit US-Geheimdiensten – einschließlich der CIA – sei.

Die Dokumente belegen die langjährige CIA-Aktivität in Mexiko, die sich vor allem gegen politische Persönlichkeiten und kommunistische Gruppen richtete. Während die Überwachung früher vor allem linke Führungskräfte im Visier hatte, deuten jüngere Kontakte auf eine fortgesetzte, wenn auch öffentlichere nachrichtendienstliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten hin.

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