CDU-Politiker Bommert gerät wegen Wehrmacht-Video in die Kritik und tritt zurück
Lukas BraunCDU-Politiker Bommert gerät wegen Wehrmacht-Video in die Kritik und tritt zurück
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg, ist für die Verbreitung eines Videos mit restaurierten Wehrmacht-Motorrädern in die Kritik geraten. Der über WhatsApp geteilte Clip zeigte Enthusiasten in historischen Uniformen, die auf militärischen Fahrzeugen aus der NS-Zeit unterwegs waren. Die Partei hat inzwischen disziplinarische Maßnahmen eingeleitet.
Bommert räumte ein, die Veröffentlichung sei ein Fehler gewesen, und trat von seinem Posten als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.
Der Skandal nahm seinen Lauf, als Bommert ein Video mit historischen Wehrmacht-Motorrädern hochlud. Die Aufnahmen, auf denen Teilnehmer in zeitgenössischen Uniformen zu sehen waren, wurden später wieder entfernt. Der CDU-Fraktionschef Steeven Bretz verurteilte den Inhalt und dessen Verbreitung ohne jede Einschränkung.
Es war nicht das erste Mal, dass Bommerts Aktivitäten in sozialen Medien für Aufsehen sorgten. Bereits zuvor hatte er einen WhatsApp-Status gepostet, in dem er seine Lieblingspolitiker nannte – Robert Habeck, Annalena Baerbock und Ricarda Lang –, was auf Kritik stieß.
Die CDU sprach Bommert eine offizielle Rüge aus, verzichtete jedoch darauf, ihn aus seinen Parteiämtern zu entlassen. Bretz kündigte an, den Vorfall intern aufzuarbeiten, und bestätigte, dass er ein direktes Gespräch mit Bommert suchen werde.
Trotz der Empörung blieben weitere Sanktionen aus. Ob es in den vergangenen Jahren ähnliche Vorfälle mit anderen CDU-Mitgliedern aus Brandenburg gegeben hat, teilte die Partei nicht mit.
Bommert bleibt zwar stellvertretender Fraktionsvorsitzender, legte jedoch den Vorsitz im Wirtschaftsausschuss nieder. Die CDU betonte, dass der Inhalt des Videos nicht mit ihren Werten vereinbar sei. Interne Diskussionen zu dem Thema sollen fortgesetzt werden.






