Bundesweiter Apotheken-Protest: Am 23. März bleibt alles zu – außer der Notdienst
Clara FrankeBundesweiter Apotheken-Protest: Am 23. März bleibt alles zu – außer der Notdienst
Apotheken in ganz Deutschland schließen am 23. März im Rahmen eines bundesweiten Protests
Am 23. März bleiben Apotheken in ganz Deutschland geschlossen – als Teil einer landesweiten Protestaktion. Die von Apothekeninhabern und Apothekerverbänden organisierte Demonstration zielt darauf ab, die Bundesregierung zu dringenden finanziellen Reformen zu drängen. Die Mitarbeiter erhalten weiterhin ihr Gehalt, und die Patientenversorgung wird über den Notdienst aufrechterhalten.
Im Mittelpunkt des Protests stehen zwei zentrale Forderungen: Zum einen muss das Fixum – eine pauschale Gebühr pro Rezept – von 8,35 Euro erhöht werden, ein Satz, der seit 2013 unverändert blieb, obwohl sich die Betriebskosten um 65 Prozent erhöht haben. Zum anderen bedarf das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) einer grundlegenden Überarbeitung, um Pläne für "Apotheken ohne Apotheker" zu stoppen und die Zukunft der lokalen Versorgungsstrukturen zu sichern. Kundgebungen sind in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München geplant.
Ob eine Apotheke an dem Tag schließt, entscheidet jede Geschäftsführung selbst. Mitarbeiter können nicht gezwungen werden, an den Demonstrationen teilzunehmen oder ausgefallene Stunden nachzuarbeiten. Allerdings könnten sie gebeten werden, während der Schließzeit Aufgaben wie Bestandsprüfungen oder Bürotätigkeiten zu erledigen.
Bei der Aktion handelt es sich nicht um einen Streik, sondern um eine koordinierte Protestmaßnahme. Die Apothekenteams fordern die Politik zudem auf, die versprochenen Gebührenerhöhungen umzusetzen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Patientenversorgung bleibt davon unberührt – der Notdienst stellt sicher, dass Rezepte bearbeitet und Notfallleistungen weiterhin verfügbar sind.
Der Protest unterstreicht die finanzielle Belastung deutscher Apotheken nach Jahren ohne Gebührenanpassungen. Werden die Forderungen erfüllt, könnten die Reformen die lokale Versorgung stabilisieren und weitere Schließungen verhindern. Der Fokus liegt derzeit auf den Demonstrationen am 23. März und der Reaktion der Regierung.