Breitachklamm bei Oberstdorf: Seltene Vorfälle gefährden empfindliche Eisformationen
Marie SchulzBreitachklamm bei Oberstdorf: Seltene Vorfälle gefährden empfindliche Eisformationen
Breitachklamm: Naturschauspiel bei Oberstdorf-Tiefenbach mit vereinzelten Vorfällen
Die beeindruckende Breitachklamm, ein Naturjuwel in der Nähe von Oberstdorf-Tiefenbach, sah sich kürzlich mit einzelnen Fällen von Fehlverhalten von Besuchern konfrontiert. So wurden zwei Kinder dabei beobachtet, wie sie Eiszapfen abbrachen und diese gegen die Eisförmationen im Inneren der Schlucht warfen. Zwar wird solches Verhalten vom Personal überwacht, die Verwaltung betont jedoch, dass es sich um Einzelfälle handelt und das Problem nicht flächendeckend auftritt.
Die Klamm entstand vor etwa 10.000 Jahren, als sich der Breitachgletscher zurückzog und dabei eine bis zu 150 Meter tiefe Schlucht in den Fels grub. Seit 1905, als der Tiefenbacher Pfarrvikar Johannes Schiebel erstmals den öffentlichen Zugang vorschlug, entwickelte sie sich zu einem beliebten Ausflugsziel. Heute zahlen Besucher 9 Euro (Erwachsene) bzw. 2,50 Euro (Kinder), um die kreisförmigen Wanderwege zu erkunden, die mit höheren Routen rund um den Breitach und den Engenkopf verbunden sind.
Erst kürzlich kritisierte ein Nutzer auf Reddit, dass Besucher die empfindlichen Eisformationen beschädigen – unter anderem, indem zwei Kinder Eiszapfen zerstörten, während die Eltern untätig blieben. Das Personal greift ein, sobald größere Schäden an den Eisskulpturen bemerkt werden. Die Verwaltung versichert jedoch, dass solche Vorfälle selten seien und keine ernsthafte Bedrohung darstellten.
Die Breitachklamm bleibt für die Öffentlichkeit zugänglich, wobei der Zutritt kontrolliert und überwacht wird. Trotz vereinzelter Schäden gelingt es, den Spagat zwischen Besuchervergnügen und Naturschutz zu meistern. Die Anwesenheit des Personals hilft dabei, die fragilen Eisstrukturen vor größeren Beschädigungen zu bewahren.