06 May 2026, 16:13

Braunschweigs Großer Hof wird zum autofreien Kreativquartier umgebaut

Ein detaillierter Stadtplan mit einem zentralen Grünbereich, der für die geplante Entwicklung markiert ist, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

Braunschweigs Großer Hof wird zum autofreien Kreativquartier umgebaut

Großes Sanierungsprojekt für Braunschweigs Großer Hof: Stadtentwicklungsplan geht in die nächste Runde

Die ehrgeizigen Pläne zur Neugestaltung des Braunschweiger Viertels Großer Hof nehmen konkrete Formen an. Der Stadtrat stimmt am kommenden Dienstag über einen Antrag ab, der das Gebiet zu einem städtebaulichen Sanierungsgebiet erklären soll. Laut Stadtverwaltung leidet das Viertel unter „deutlichen Mängeln“, doch die Verantwortlichen sehen darin die Chance, den Stadtteil nachhaltig aufzuwerten.

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Der Große Hof steht vor drängenden Problemen: Zwei Schulen wurden geschlossen, und übermäßig viele Parkplätze prägen das Bild. Stadtplaner betonen, dass schnelles Handeln nötig sei, um dem Viertel neues Leben einzuhauchen. Ihr Konzept umfasst die Schaffung eines autoreduzierten Kreativquartiers, den Bau von Wohnraum sowie die Errichtung eines Quartiersgarage für Anwohner.

Auch Grünflächen sollen im Rahmen des Projekts ökologisch aufgewertet werden – ein dringend notwendiger Schritt in dem dicht bebauten, naturarmen Gebiet. Als Grundlage dient der siegreiche Entwurf eines Hamburger Architekturbüros aus dem Wettbewerb 2024, der eine Mischung aus Wohnraum, Kulturstätten und kreativen Arbeitswelten vorsieht.

Zu den zentralen Elementen des Plans zählen neue Räumlichkeiten für die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler sowie Gewerbeflächen für die Kreativwirtschaft. Die soziale Infrastruktur kommt ebenfalls nicht zu kurz: Geplant sind ein Kita-Bereich und ein Familien- und Nachbarschaftszentrum. Die Finanzierung des 60-Millionen-Euro-Projekts erfolgt teilweise aus städtischen Mitteln in Höhe von 7,9 Millionen Euro, der Rest soll durch Fördergelder von Land und Bund im Rahmen der Stadtentwicklungsprogramme gedeckt werden.

Um zusätzliche Unterstützung zu sichern, bewerbt sich die Stadt um Mittel aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Bei einer Bewilligung ließen sich damit erhebliche Teile der Kosten abdecken und die langfristige Tragfähigkeit des Vorhabens sichern.

Die Abstimmung am Dienstag entscheidet, ob die Umgestaltung des Großen Hofs in die Umsetzung geht. Bei einem positiven Votum entsteht hier ein modernes, nachhaltiges Viertel mit Wohnraum, Grünflächen und kulturellen Einrichtungen. Durch die Kombination von städtischen Investitionen und externen Fördermitteln sollen nicht nur alte Missstände behoben, sondern auch neue Perspektiven für Anwohner und Unternehmen geschaffen werden.

Quelle