26 March 2026, 16:15

Brandenburgs Schulen stehen vor dem Kollaps durch historischen Lehrkräftemangel

Menschenmenge mit Fahnen und Transparenten vor dem Brandenburger Tor in Berlin, mit einem Banner auf der rechten Seite.

Brandenburgs Schulen stehen vor dem Kollaps durch historischen Lehrkräftemangel

Brandenburgs Schulen kämpfen mit dem schwersten Lehrkräftemangel der Landesgeschichte

Die Krise hat sich verschärft, nachdem durch Haushaltskürzungen 345 Vollzeitstellen für das Jahr 2025 gestrichen wurden. Viele Klassen sind dadurch unterbesetzt. Bildungsminister Gordon Hoffmann gab zu, dass im kommenden Schuljahr kein durchgehender Unterricht nach Lehrplan garantiert werden könne.

Schon das aktuelle Schuljahr begann mit einem erheblichen Personalmangel. Aufgrund von Budgetbeschränkungen im vergangenen Jahr konnten zahlreiche Quereinsteiger nicht eingestellt werden, was die Personalknappheit weiter verschärfte. Nun fallen durch den Haushalt 2025 zusätzlich 345 Vollzeitstellen weg – die Besetzungssituation verschlechtert sich damit weiter.

Um die Lage zu entlasten, müssen die meisten Lehrkräfte in Brandenburg seit dem zweiten Halbjahr eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten. Trotz dieser Maßnahmen warnte Hoffmann, dass sich die Situation kurzfristig nicht bessern werde. Im nächsten Jahr werde die Schülerzahl einen Rekordstand erreichen, während der Lehrkräftemangel gleichzeitig seinen Höhepunkt erreiche.

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Als Reaktion kündigte der Minister Reformen an, darunter eine Initiative zur Förderung von Lese- und Rechenkompetenzen. Doch die Kürzungen und der steigende Bedarf bedeuten, dass viele Schulen weiterhin Schwierigkeiten haben werden, den vorgeschriebenen Unterricht vollständig zu erteilen.

Die Haushaltskürzungen für 2025 und die wachsenden Schülerzahlen werden Brandenburg vor den bislang größten Lehrkräftemangel stellen. Schulen werden weiterhin Probleme haben, den Pflichtunterricht abzusichern – selbst mit verlängerten Unterrichtszeiten. Hoffmanns Reformen zielen zwar auf die Schließung von Lücken ab, doch die Personaldecke bleibt eine zentrale Herausforderung.

Quelle