Brandenburgs Geburtenkrise trifft Kitas – doch Schulen bleiben vorerst sicher
Lukas BraunSinkende Geburtenraten: Minister sieht keine Bedrohung für Schulen - Brandenburgs Geburtenkrise trifft Kitas – doch Schulen bleiben vorerst sicher
Brandenburg verzeichnet niedrigste Geburtenzahl seit fast 30 Jahren
Im Jahr 2024 hat Brandenburg mit 15.154 Geburten die geringste Zahl seit 1996 registriert – ein Rückgang um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der anhaltende Geburtenrückgang hat bereits zur Schließung einiger Kitas in der Region geführt.
Die sinkende Geburtenrate wirft Fragen zur Zukunft der frühkindlichen Bildung auf. Da es immer weniger Kinder gibt, mussten mehrere Betreuungseinrichtungen schließen, wodurch Erzieherinnen und Erzieher ihren Arbeitsplatz verloren. Als Reaktion darauf schlug Bildungsminister Steffen Freiberg (SPD) vor, arbeitslose Kita-Fachkräfte in Schulen zu vermitteln, um sie im Bildungssystem zu halten.
Freiberg versicherte Eltern und Lehrkräften zudem, dass bis mindestens 2029 keine Schulen aufgrund des Geburtenrückgangs geschlossen werden. Zwar herrscht im Land politische Unsicherheit – unter anderem wegen einer Koalitionskrise Ende 2025 –, doch gibt es bisher keine direkten Zusammenhänge zwischen dem demografischen Wandel und Kürzungen im Schulbudget. Offizielle Berichte nennen keine konkreten Schulen, die wegen der sinkenden Kinderzahlen von Schließungen bedroht wären. Die Zahlen von 2024 markieren den tiefsten Stand seit 1996. Experten führen den Trend auf übergeordnete demografische Veränderungen zurück, doch über die aktuellen Garantien hinaus wurden noch keine unmittelbaren bildungspolitischen Anpassungen angekündigt.
Der Geburtenrückgang verändert weiterhin den Kita-Sektor in Brandenburg. Während erste Einrichtungen bereits geschlossen haben, bleiben Schulen vorerst unberührt. Die Landesregierung setzt darauf, Erzieherinnen und Erzieher umzuschulen, um den Übergang zu erleichtern und bis 2029 Stabilität im Bildungssystem zu wahren.