Betrüger erpressen Datscha-Besitzer mit gefälschten Rosreestr-Bußgeldern vor der Saison
Clara FrankeBetrüger erpressen Datscha-Besitzer mit gefälschten Rosreestr-Bußgeldern vor der Saison
Betrüger zielen auf Besitzer von Landhäusern und Ferienimmobilien ab – mit falschen Bußgeldforderungen im Vorfeld der Datscha-Saison
Kriminelle geben sich als Mitarbeiter des russischen Grundbuchamts Rosreestr aus, um Eigentümer mit gefälschten Strafbescheiden um ihr Geld zu bringen. Ihr Schema: Sie verschicken falsche Benachrichtigungen über angebliche Verstöße gegen Nutzungsvorschriften für Grundstücke.
Die Opfer erhalten Nachrichten, in denen ihnen vorgeworfen wird, gegen Landnutzungsregeln verstoßen zu haben. Die Betrüger fordern unter Zeitdruck eine sofortige Zahlung und locken mit einem „ermäßigten“ Bußgeld, um Druck auszuüben. Anschließend verlangen sie den SMS-Bestätigungscode, der an das Handy des Opfers gesendet wird.
Mit diesem Code dringen sie in den Gosuslugi-Account des Geschädigten ein. Rosreestr betont, dass echte behördliche Maßnahmen stets auf offiziellen Kontrollen basieren. Jeder rechtmäßige Bescheid muss von einer autorisierten Person unterzeichnet und persönlich, per Einschreiben oder über die Gosuslugi-Plattform zugestellt werden.
Eigentümer werden vor offiziellen Schritten immer vorab informiert. Ein Bußgeld kann ausschließlich durch einen förmlichen Verwaltungsstrafbescheid verhängt werden. Die Betrüger nutzen gezielt Hektik und Angst, um diese rechtlichen Abläufe zu umgehen.
Ihr Vorgehen beruht auf gefälschten Benachrichtigungen und gestohlenen Bestätigungscodes. Rosreestr warnt: Ohne ordnungsgemäße Unterlagen werden keine Bußgelder ausgestellt. Eigentümer sollten jede Forderung zunächst über die offiziellen Kanäle überprüfen, bevor sie handeln.






