28 December 2025, 20:20

Berlin-Kreuzberg plant Umwandlung von Bürokomplex in Mikroapartments und Studentenwohnheim

Eine Straße mit Autos und einem Bus vor Gebäuden mit Wänden, Fenstern, Tellern und Dächern, mit Plakaten und Bannern an den Wänden und einem Pfahl mit einer Straßenlaterne.

Berlin-Kreuzberg plant Umwandlung von Bürokomplex in Mikroapartments und Studentenwohnheim

Bürokomplex in Berlin-Kreuzberg soll zu Wohnraum werden

Ein großer Bürokomplex in Berlin-Kreuzberg könnte bald zu einem Wohnquartier umfunktioniert werden. Die PGIM Real Estate plant, auf dem Gelände des Markgrafenparks Hunderte Mikroapartments zu errichten – darunter auch ein Studentenwohnheim. Das Projekt könnte zeigen, wie machbar und bezahlbar solche Umnutzungen tatsächlich sind.

Das Markgrafenpark-Areal umfasst rund 14.000 Quadratmeter. Falls die Pläne genehmigt werden, entstehen dort bis zu 435 Studentenwohnungen sowie weitere Kleinstwohnungen. Derzeit prüft der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg den Antrag auf Umwidmung des Gebäudes von Büro- zu Wohnnutzung.

Doch das Vorhaben steht vor Herausforderungen: Strengere Brandschutz- und Energieeffizienzvorschriften könnten den Umbau verzögern oder verändern. Zwar wurden noch keine konkreten Mietpreise genannt, doch die Kosten dürften im oberen Marktsegment liegen.

PGIM Real Estate beschränkt sich nicht auf Berlin. Das Unternehmen will ähnliche Projekte in anderen deutschen Städten vorantreiben – darunter das Gallusviertel in Frankfurt. Im Fokus stehen zentrale Lagen mit hoher Nachfrage und geeigneten Immobilien.

Die Umwandlung des Markgrafenparks könnte zum Vorbild für weitere Büro-zu-Wohnraum-Projekte in Deutschland werden. Gelingt sie, könnte sie beweisen, dass leerstehende Gewerbeflächen zur Entlastung des Wohnungsmarkts beitragen können. Zunächst aber hängt der nächste Schritt von der Zustimmung des Bezirks und der Einhaltung der aktualisierten Vorschriften ab.