01 January 2026, 19:11

Berlin führt bei Geschlechtsänderungen – über 2.700 Transitionen in einem Jahr

Ein Plakat mit Bildern von Frauen und begleitendem Text.

Berlin führt bei Geschlechtsänderungen – über 2.700 Transitionen in einem Jahr

In den größten Städten Deutschlands, insbesondere in Berlin, ist seit 2024 ein deutlicher Anstieg an offiziellen Geschlechtsänderungen zu verzeichnen. Berlin verzeichnet mit 2.747 Fällen die höchste Zahl an dokumentierten Transitionen. Der Trend zeigt, dass in den großen Ballungsräumen mehr Menschen ihr Geschlecht von weiblich zu männlich ändern als umgekehrt.

Unter den Städten sticht Berlin besonders hervor: Hier wurden 2.747 Geschlechtsänderungen registriert. Davon entfielen 1.062 auf Transitionen zwischen männlich und weiblich, während sich 354 Personen für die Kategorie 'divers' entschieden. Weitere 381 Menschen strichen ihre Geschlechtsangabe vollständig.

Es folgen Hamburg mit 972 Änderungen, Köln mit 735 sowie München mit 597 registrierten Transitionen. Frankfurt verzeichnete 448 Fälle, Leipzig 388. In allen diesen Städten zeigt sich ein ähnliches Muster: 1.522 Frauen änderten ihr Geschlecht zu männlich, während 1.270 Männer den umgekehrten Schritt vollzogen.

Der Anstieg fällt zeitlich mit der Einführung des Selbstbestimmungsgesetzes zusammen, das den rechtlichen Prozess zur Änderung des Geschlechtseintrags vereinfacht. Unklar bleibt jedoch, wann und wo das Gesetz genau verabschiedet wurde – in den verfügbaren Unterlagen finden sich dazu keine präzisen Angaben.

Die Zahlen unterstreichen Berlins Spitzenposition bei Geschlechtsänderungen, gefolgt von Hamburg und Köln. Zudem bestätigen die Daten, dass in Deutschlands größten Städten mehr Transitionen von weiblich zu männlich stattfinden. Zu den genauen Umständen der Umsetzung des Selbstbestimmungsgesetzes äußerten sich die Behörden bisher nicht.