Berlin dominiert den Sport – nur im Fußball bleibt die Hauptstadt stumm
Clara FrankeBerlin dominiert den Sport – nur im Fußball bleibt die Hauptstadt stumm
Berlin beherrscht den deutschen Sport in fast jeder Hinsicht – nur nicht im Fußball. Die Hauptstadtvereine haben in Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey bereits zahlreiche Meistertitel geholt. Doch in der Bundesliga bleiben die Clubs der Stadt weit hinter den Erwartungen zurück: Hertha BSCs letzter Meistertitel liegt bereits 93 Jahre zurück – aus dem Jahr 1931.
Das Volleyball-Team BR Volleys sicherte sich in Lüneburg zum zehnten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft. Rund 50 mitgereiste Fans erlebten live, wie der Sieg perfekt gemacht wurde. Gleichzeitig zog die Handballmannschaft der Füchse Berlin ins Halbfinale der Champions League ein und festigte damit den Ruf der Hauptstadt in dieser Sportart.
Im Eishockey holte das Berliner Team zum fünften Mal in sechs Jahren den Titel. Alba Berlin bereitet sich unterdessen in der Basketball-Bundesliga auf die Playoffs vor. Trotz dieser Erfolgsbilanz in verschiedenen Disziplinen erzählt der Fußball eine ganz andere Geschichte: Hertha BSC gewann die Meisterschaft zuletzt vor fast einem Jahrhundert, und selbst der 1. FC Union Berlin – inzwischen vor dem Abstieg sicher – hat noch nie ernsthaft um die Meisterschaft mitgespielt.
Experten führen die Titelgewinne der Berliner Vereine auf stabile und starke Führungsstrukturen zurück. In der Fußball-Bundesliga jedoch bleibt der Einfluss der Stadt gering – Berlin ist damit die einzige große europäische Hauptstadt ohne einen Fußball-Spitzenclub.
Die sportlichen Erfolge der Hauptstadt umfassen Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey. Die Teams brechen Rekorde und sammeln Trophäen. Doch im Fußball dauert die Wartezeit auf den nächsten Meistertitel an – und ein Ende ist nicht in Sicht.






