Bechtle kämpft mit Rekordtief der Aktie und schwachen Prognosen für 2026
Marie SchulzBechtle kämpft mit Rekordtief der Aktie und schwachen Prognosen für 2026
Bechtle durchlebt ein schwieriges Jahr – mit sinkenden Gewinnen und einem schwächelnden Aktienkurs. Trotz der Flaute plant das Unternehmen, die Dividende stabil bei 0,70 Euro pro Aktie zu halten. Gleichzeitig stehen Führungswechsel an, mit denen sich das Unternehmen auf die anhaltenden MarktHerausforderungen einstellt.
Am 20. März 2026 erreichte die Aktie mit 25,10 Euro ein Fünfjahrestief – ein Sturz um 16,3 Prozent an nur einem Tag. Damit notierte sie so niedrig wie zuletzt im März 2019. Hintergrund sind die enttäuschenden Prognosen für 2026: Bechtle rechnet nun nur noch mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 10 Prozent und einem Vorsteuergewinn, der bestenfalls um 0 bis 5 Prozent zulegt. Die Margen könnten auf maximal fünf Prozent schrumpfen.
Die Marktbedingungen haben sich verschärft: Geopolitische Spannungen, schwankende Nachfrage und rasante technologische Veränderungen setzen das Unternehmen unter Druck. Engpässe bei Speicherchips und steigende Kosten treiben die Preise in die Höhe – viele Kunden zögern daher mit Investitionen. Bis Mitte 2026 will die Führungsetage eine genauere Einschätzung zur Chip-Versorgung und den finanziellen Folgen vorlegen.
Um die Krise zu bewältigen, formiert Bechtle seine Führung neu. Antje Leminsky scheidet Ende 2026 aus dem Vorstand aus. Der Aufsichtsrat hat zudem beschlossen, die Vorstandsriege von vier auf drei Mitglieder zu verkleinern – wirksam ab Januar 2027. Konstantin Ebert übernimmt dann von Thomas Olemotz den Posten des Vorstandsvorsitzenden.
Das neue dreiköpfige Führungsteam will interne Prozesse beschleunigen. Das Ziel bleibt ehrgeizig: Bis 2030 sollen 10 Milliarden Euro Umsatz erreicht werden – trotz der aktuellen Rückschläge.
Während der Aktienkurs unter der allgemeinen Marktskepsis leidet, sollen die Führungswechsel dem Unternehmen mehr Stabilität verleihen. Mit einer stabilen Dividende und einer überarbeiteten Strategie arbeitet Bechtle daran, in der schwierigen Wirtschaftslage wieder an Fahrt aufzunehmen. Eine aktuelle Einschätzung zur Chip-Versorgung und Rentabilität wird bis Mitte 2026 erwartet.






