Baumgarts emotionaler Showdown: Union Berlin trifft auf seinen Ex-Klub HSV
Marie SchulzWiedervereinigung bringt Freude: Baumgarts Rückkehr nach Hamburg - Baumgarts emotionaler Showdown: Union Berlin trifft auf seinen Ex-Klub HSV
Steffen Baumgart kehrt mit Union Berlin nach Hamburg zurück – ein emotionaler Showdown gegen seinen Ex-Klub
Dieses Wochenende kehrt Steffen Baumgart mit Union Berlin nach Hamburg zurück, wo er erstmals seit seinem Abschied auf seinen ehemaligen Verein Hamburger SV trifft. Das Spiel hat für den 52-Jährigen eine besondere Bedeutung: Einst Trainer des HSV, steht er nun an der Spitze von Union Berlin – in einem entscheidenden Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga.
Baumgart verließ den HSV Anfang 2024 nach nur neun Monaten im Amt, als der angestrebte Aufstieg unter seiner Führung ins Stocken geriet. Sein Nachfolger, Merlin Polzin, führte die Mannschaft seitdem zurück ins Oberhaus – ein Erfolg, den Baumgart offen feiert.
Im Dezember 2023 hatte Baumgart den Posten beim HSV übernommen, wo er Tim Walter ablöste – mit großen Erwartungen. Der Verein, jahrelang in der 2. Bundesliga festgesteckt, sah in ihm den Mann, der endlich den Aufstieg schaffen sollte. Doch bis zum Sommer 2024 verschlechterten sich die Ergebnisse, und seine Amtszeit endete abrupt. Die Vereinsführung hielt einen Wechsel für notwendig, um die Saisonwende einzuleiten.
Sein Nachfolger, der damals noch unbekannte Merlin Polzin, widerlegte alle Zweifel und sicherte 2025 den Aufstieg. Unter Polzin stabilisierte sich der HSV in der Bundesliga und feierte sogar Siege gegen Teams wie Heidenheim – noch im Februar 2026. Baumgart lobte rückblickend die Entscheidungen des Vereins als "die richtigen für ihren Erfolg".
Inzwischen bei Union Berlin, bewahrt Baumgart eine innige Verbindung zum HSV und freut sich ehrlich über dessen Aufstieg. Bitterkeit über seinen Abschied empfindet er nicht – im Gegenteil: Er konzentriert sich auf das bevorstehende Spiel. Die Partie hat zusätzlichen Symbolcharakter, denn beim letzten Aufeinandertreffen fehlte er wegen einer Sperre. Jetzt sieht er die Chance, Union Berlin im Abstiegskampf zu unterstützen.
Hamburg liegt ihm nach wie vor am Herzen, doch seine Loyalität gehört nun Union Berlin – dem Klub, für den er einst spielte und in dessen Stadt er heute mit seiner Familie lebt. Ein Sieg wäre entscheidend für den Klassenerhalt und macht dieses Wiedersehen zu einem emotionalen wie brisanten Duell.
Baumgarts Rückkehr nach Hamburg zeigt, wie schnell sich im Fußball die Verhältnisse drehen können: Der HSV, einst unter seiner Führung in der Krise, ist nun in der Bundesliga etabliert – während er selbst mit Union Berlin um den Verbleib in derselben Liga kämpft. Das Spiel wird nicht nur seine taktischen Fähigkeiten auf die Probe stellen, sondern auch seine Verbindung zu einem Verein, den er nach wie vor respektiert.
Egal wie das Ergebnis ausfällt – seine Wertschätzung für den Weg des HSV bleibt ungebrochen. Die Partie markiert ein weiteres Kapitel in einer Karriere, die ihn vom Spieler zum Trainer führte – und nun als Gegner auf vertrautem Terrain.