26 January 2026, 02:32

Bauarbeiter entdeckt sensationellen Münzschatz aus dem 14. Jahrhundert in Glottertal

Eine Sammlung von Münzen des Deutschen Reichs in verschiedenen Formen und Größen auf einem schwarzen Hintergrund mit Text auf dem Papier darunter.

Bauarbeiter entdeckt sensationellen Münzschatz aus dem 14. Jahrhundert in Glottertal

Ein Bauarbeiter in Glottertal im Südwesten Deutschlands hat einen der größten mittelalterlichen Münzschätze der letzten Jahrzehnte entdeckt. Claus Völker stieß zufällig auf den Fund, als er für unterirdische Rohrleitungen in der Nähe eines Schwimmbads grub. Die etwa 1.600 Silbermünzen, die auf das Jahr 1320 n. Chr. datiert werden, waren nach starkem Regen tief im schlammigen Boden vergraben.

Die Entdeckung begann, als Völker ungewöhnliche Gegenstände im feuchten Erdreich bemerkte. Archäologen rückten kurz darauf mit Metalldetektoren an und bargen die Münzen vorsichtig aus dem dicken Schlamm. Die Sammlung umfasst Prägungen aus verschiedenen Münzstätten in Deutschland, der Schweiz und Frankreich, darunter Breisach, Zofingen und Freiburg.

Die Münzen liefern wertvolle Hinweise auf die Vergangenheit der Region. Damals hätte ihr Gesamtwert etwa 150 Schafe gekauft werden können. Experten vermuten, dass der Schatz Aufschluss über den Münzumlauf, den Silberhandel und den Bergbau in der Gegend geben könnte. Die Region war einst ein importantes Siedlungsgebiet für Bergleute, und die Münzen könnten auch auf politische Unruhen oder Zahlungen an Söldnerheere hindeuten. Trotz intensiver Forschung bleibt der ursprüngliche Besitzer der Münzen unbekannt. Fast 700 Jahre lang blieb der Schatz verborgen, bis Völker mit scharfem Blick ihn wieder ans Licht brachte.

Der Fund wird nun wissenschaftlich untersucht, um seine historische Bedeutung zu erforschen. Die Münzen könnten das Verständnis des mittelalterlichen Handels, des Bergbaus und lokaler Konflikte neu prägen. Vorerst bieten sie ein seltenes und gut erhaltenes Zeitfenster in das Leben des frühen 14. Jahrhunderts.