Rund 1,8 Millionen Tonnen Zuckerrüben in Anklam verarbeitet - Anklamer Zuckerfabrik bricht Rekorde bei der Rübenernte 2025/2026
Zuckerfabrik in Anklam (Vorpommern) beendet Rübenernte 2025/2026 mit Rekordzahlen
Die Zuckerfabrik in Anklam (Westpommern) hat ihre Zuckerrübenkampagne 2025/2026 mit beeindruckenden Ergebnissen abgeschlossen. Die Verarbeitung begann am 8. September und endete bereits am 22. Januar – deutlich früher als üblich. Das seit 2009 zur niederländischen Genossenschaft Royal Cosun gehörende Werk verzeichnete in dieser Saison Rekordwerte bei Effizienz und Ausstoß.
Die 1883 gegründete Anklamer Fabrik zählt seit langem zu den wichtigsten Akteuren der deutschen Zuckerindustrie. Bereits im Vorjahr setzte sie Maßstäbe, als sie 1,9 Millionen Tonnen Zuckerrüben verarbeitete und daraus rund 300.000 Tonnen Zucker gewann. In dieser Saison lief der Betrieb reibungslos, wobei die täglichen Verarbeitungsmengen neue Höchststände erreichten.
Über 300 Landwirtschaftsbetriebe aus einem Anbaugebiet von 21.900 Hektar belieferten die Fabrik mit Rüben. Die Felder erstrecken sich von Wismar im Westen bis zur Insel Rügen im Norden und reichen im Osten bis an die polnische Grenze. Die geernteten Rüben wiesen einen durchschnittlichen Zuckergehalt von 17,4 Prozent auf, was zu einem Ertrag von etwa 14,4 Tonnen Zucker pro Hektar führte. Der Rübenertrag selbst lag bei über 83 Tonnen pro Hektar – eine der produktivsten Kampagnen in der Geschichte des Werks. Royal Cosun, das in Deutschland auch ein Kartoffelverarbeitungswerk in Stavenhagen betreibt, ist seit 2009 Eigentümer der Anklamer Fabrik. Der frühe Abschluss der diesjährigen Kampagne ist sowohl auf optimierte Arbeitsabläufe als auch auf das enorme Verarbeitungsvolumen zurückzuführen: Über 1,8 Millionen Tonnen Rüben wurden zu Zucker und Nebenprodukten verarbeitet.
Die Kampagne 2025/2026 unterstreicht die führende Rolle der Anklamer Fabrik als Zuckerproduzent in der Region. Mit Rekordertrag und kürzeren Verarbeitungszeiten hat das Werk seine Fähigkeit bewiesen, Großprojekte effizient zu bewältigen. Die Ergebnisse zeigen zudem die enge Zusammenarbeit zwischen der Fabrik und den regionalen Landwirtschaftsbetrieben.