13 January 2026, 00:21

AfD gründet neue Jugendorganisation Generation Deutschland heimlich auf Rügen

Eine Zeichnung von Personen in Militäruniformen mit einer Liste von Namen des Deutschen Reichs auf einem Stück Papier.

AfD-Jugendverband in MV gegründet - 120 Mitglieder - AfD gründet neue Jugendorganisation Generation Deutschland heimlich auf Rügen

Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern von Generation Deutschland, der Jugendorganisation der rechtspopulistischen AfD, wurde am vergangenen Wochenende still und ohne große öffentliche Vorankündigung gegründet. Anders als ihr Vorgänger, die Junge Alternative, ist die neue Gruppe nun fest in die Parteistruktur integriert. Die Gründungsversammlung fand auf der Insel Rügen statt.

Der Regionalverband wurde offiziell sechs Wochen nach dem bundesweiten Start von Generation Deutschland in Gießen ins Leben gerufen. Der Landesvorsitzende der AfD, Leif-Erik Holm, bestätigte, dass die neue Vereinigung bereits 120 Mitglieder zählt. Zum Vorsitzenden wurde Alexander Tschich gewählt, der als politischer Berater der AfD-Fraktion im Schweriner Landtag tätig ist. Er behauptete, der Verband sei nun der größte in Ostdeutschland.

Die Gründung steht im Kontrast zur inzwischen aufgelösten Jungen Alternative, die als eigenständige Organisation mit nur lockeren Bindungen an die AfD agierte. Diese war Anfang 2025 aufgelöst worden, nachdem die Partei die Verbindungen gekappt hatte. Während der bundesweite Start von Generation Deutschland öffentlich angekündigt worden war, fand die Veranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern laut Berichten des NDR ohne vorherige Bekanntgabe statt. Weitere Vorstandsposten wurden besetzt, doch die vollständige Führungsebene wurde bisher nicht öffentlich detailliert bekannt gegeben. Als zweiter stellvertretender Vorsitzender wurde Danny Keil benannt, die Namen weiterer Mitglieder blieben jedoch ungenannt.

Die neue Jugendorganisation untersteht damit einer strengeren Parteikontrolle als ihr Vorgänger. Mit 120 Mitgliedern wird sie zu einem beachtlichen Akteur in der politischen Landschaft Ostdeutschlands. Die AfD äußerte sich bisher nicht weiter zu den künftigen Plänen des Regionalverbands.