51 Prozent der Deutschen für Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus
Clara Franke51 Prozent der Deutschen für Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus
Eine knappe Mehrheit der Deutschen befürwortet mittlerweile einen möglichen Einsatz der Bundeswehr in der Straße von Hormus. Wie aktuelle Umfragen zeigen, unterstützen 51 Prozent die Entsendung, während 44 Prozent dagegen sind. Die deutsche Marine hat bereits erste Schritte unternommen und das Minenjagdboot Fulda ins Mittelmeer verlegt, wo es bei einer Freigabe des Einsatzes bereitsteht.
Die öffentliche Meinung zum Vorhaben ist gespalten: In Westdeutschland sprechen sich 52 Prozent für die Mission aus, in Ostdeutschland lehnen sie 53 Prozent ab. Besonders deutlich ist die Zustimmung bei Wählerinnen und Wählern der Grünen – 77 Prozent befürworten den Einsatz –, während 73 Prozent der Anhänger der AfD (Alternative für Deutschland) ihn ablehnen.
Die Fulda hat eine 45-köpfige Besatzung an Bord, darunter spezialisierte Minentaucher. Die Verlegung folgt auf eine frühere Umfrage, laut der bereits Mitte April die Hälfte der Deutschen für den Einsatz von Minenjagdbooten im Nahen Osten war.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat klare Bedingungen für eine deutsche Beteiligung formuliert: Er fordert einen Waffenstillstand, ein präzises militärisches Konzept sowie die Zustimmung des Bundestags, bevor Truppen entsandt werden.
Über die Zukunft der Mission wird in den kommenden Wochen politisch und militärisch entschieden. Bei einer Genehmigung könnte die Fulda mit ihrer Besatzung in die Straße von Hormus verlegt werden. Die öffentliche Meinung bleibt derweil gespalten – mit regionalen und politischen Unterschieden, die die Debatte prägen.






