1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 wächst rasant – trotz Frequenzstreit und Netzproblemen zu Beginn
1&1: Deutschlands vierter Mobilfunkanbieter wächst rasant – trotz Rechtsstreits um Frequenzen
Seit seinem Marktstart im Oktober 2023 hat Deutschlands vierter Mobilfunkanbieter 1&1 beachtliche Fortschritte gemacht. Bis Ende 2025 erreichte das Unternehmen eine Netzabdeckung von 27 Prozent der Haushalte – und übertraf damit die regulatorischen Vorgaben. Gleichzeitig liegt Gründer Ralph Dommermuth im Clinch mit den Behörden wegen der Frequenzvergabe und betont, ein Verkauf des Unternehmens stehe nicht zur Debatte.
1&1 stieg im Oktober 2023 als vierter Netzbetreiber in den deutschen Mobilfunkmarkt ein. Seither wuchs die Kundenzahl von rund 500.000 auf über drei Millionen bis März 2026 – ein Marktanteil von etwa drei bis vier Prozent. Die etablierten Konkurrenten Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 verzeichneten dagegen leichte Einbußen oder stagnierende Zahlen, obwohl 1&1 zunächst mit Netzproblemen zu kämpfen hatte.
Die Netzausbaupläne des Unternehmens schreiten schneller voran als erwartet. Bis Ende 2025 deckte 1&1 bereits 27 Prozent der deutschen Haushalte ab – mehr als die von der Bundesnetzagentur gesetzten 25 Prozent. Das nächste Ziel: 35 Prozent bis Ende 2026.
Doch die Spannungen mit den Regulierungsbehörden bleiben bestehen. Dommermuth kritisiert die Entscheidung der Bundesnetzagentur, Niederfrequenzbänder an die etablierten Anbieter zu vergeben, als rechtswidrig. Er klagt dagegen – zeigt sich aber gleichzeitig offen für pragmatische Lösungen, etwa die gemeinsame Nutzung von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten.
Trotz der anhaltenden Konflikte weist Dommermuth immer wieder Spekulationen über einen Verkauf von 1&1 zurück. Er bleibe voll und ganz dem langfristigen Ausbau des Netzes verpflichtet, betont der Unternehmer.
Mit 1&1 hat der deutsche Mobilfunkmarkt neuen Schwung erhalten – die Preise für Verbraucher sind gesunken. Während die Netzabdeckung wächst und die Kundenzahlen steigen, steuert das Unternehmen auf die nächste Zielmarke zu. Rechtsstreitigkeiten und mögliche Kooperationen werden die Zukunft des Herausforderers prägen, der die Vorherrschaft der großen Konkurrenten infrage stellt.






